Knapp die Hälfte der Wälder haben Schäden: Wie schlecht steht es tatsächlich um die Bäume?

Stuttgart - Hitze, Dürre und Schädlinge machen dem Wald im Südwesten zu schaffen. Der diesjährige Waldzustandsbericht des Landwirtschaftsministeriums meldet einen negativen Rekord.

Das Schadensniveau sei noch nie so hoch gewesen.
Das Schadensniveau sei noch nie so hoch gewesen.  © Bernd Thissen / DPA

Der Zustand der Wälder in Baden-Württemberg verschlechtert sich weiter - mittlerweile gelten 46 Prozent der Waldfläche als deutlich geschädigt. 

"Damit haben wir ein noch nie da gewesenes Schadniveau seit Beginn der Waldzustandserhebung erreicht", sagt Agrarminister Peter Hauk (CDU) vor der Vorstellung des Waldzustandsberichts 2020 in Stuttgart (11.30 Uhr). 


Agrarminister von Baden-Württemberg Peter Hauk (CDU).
Agrarminister von Baden-Württemberg Peter Hauk (CDU).  © Bernd Weissbrod/dpa

Unter anderem seien die Schäden auf die Folgen extremer Witterung zurückzuführen: Hitze und Dürre und der damit einhergehende hohe Befall durch Fichten- und Tannenborkenkäfer setzen den Bäumen laut Bericht erheblich zu. 

Update 11.56 Uhr: Hauk verspricht Waldbesitzern 30 Millionen

Anhaltende Dürre in den letzten drei Jahren setzt den Wäldern im Südwesten stark zu - das Land will Waldbesitzern daher mit 30 Millionen Euro unter die Arme greifen. Damit sollen sie Schäden an ihren Baumbeständen bewältigen. "Insbesondere für die Aufarbeitung, die Lagerung und den Transport des Schadholzes aber auch für das Auffinden der vom Borkenkäfer befallenen Bäume und für den Aufbau klimastabiler Wälder werden staatliche Hilfen gewährt", versprach Forstminister Peter Hauk (CDU) am Donnerstag in Stuttgart anlässlich der Veröffentlichung des Waldzustandsberichts 2020. Das Land will zusätzlich Gelder in Forschung investieren.

Titelfoto: Bernd Thissen / DPA

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