Horrende Schlachthof-Situation: PETA fordert Rücktritt von Minister Hauk!

Stuttgart - Die Tierschutzorganisation PETA fordert den sofortigen Rücktritt von Baden-Württembergs Agrarminister Peter Hauk (59, CDU)!

Lisa Kainz, PETAs Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie.
Lisa Kainz, PETAs Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie.  © PETA Deutschland e.V.

Grund dafür sei die aufgetauchte Mängelliste von Schlachthofkontrollen in Baden-Württemberg, wonach 2018 Hunderte Missstände bekannt gewesen sein sollen. Unter anderem sollen in einem Schlachthof 13 Prozent der Rinder fehlbetäubt gewesen sein.

"Obwohl Minister Hauk um die schwerwiegenden Probleme in den Schlachthöfen wusste – für die er übergeordnet verantwortlich ist – wurde die Mängelübersicht erst jetzt bekannt, als der Druck wegen der veröffentlichen Bilder aus dem Schlachthof Gärtringen offenbar zu groß wurde", wird Agrarwissenschaftlerin Lisa Kainz, PETAs Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie in einer Mitteilung vom Mittwoch zitiert.

Die Tierschutzorganisation wirft Hauk vor, den Betrieb trotz der damaligen Informationslage nicht ausreichend kontrolliert und gegen ihn kein Bußgeld verhängt zu haben. 

Außerdem soll der CDU-Politiker bereits 2011 von PETA gemeldete "eklatante Defizite" in einem Landschlachthof in Owen bei Kirchheim unter Teck nicht nachgegangen sein.

"Hauks Verbindungen zu den Unternehmen führen also dazu, dass Tierquälerei in den Schlachthöfen gedeckt und fortgeführt wird. Doch nicht einmal jetzt übernimmt der Minister die Verantwortung für sein Handeln, sondern nutzt teils die Corona-Pandemie als Ausrede für sein Versagen", so Lisa Kainz.

Baden-Württembergs Agrarminister Peter Hauk (59, CDU).
Baden-Württembergs Agrarminister Peter Hauk (59, CDU).  © Christoph Schmidt/dpa

Die Agrarwissenschaftlerin schloss ihr Statement mit der Forderung des sofortigen Rücktritts von Peter Hauk. Außerdem solle ein bundesweites Tierschutzministerium eingerichtet werden. "Damit der Lobbyismus auf Kosten der Tiere endlich ein Ende hat", so Kainz.

Titelfoto: Christoph Schmidt/dpa

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