Pflegekräfte schicken Brandbrief an Regierung

Stuttgart - "Jetzt handeln - Klatschen reicht uns nicht!" - unter diesem Motto fordern fast 300 Arbeitnehmervertreter des Sozial- und Gesundheitswesens im Südwesten von der Landesregierung eine Prämie von 500 Euro im Monat.

Eine Krankenschwester hält einen Ohrthermometer in der Hand. (Symbolbild)
Eine Krankenschwester hält einen Ohrthermometer in der Hand. (Symbolbild)  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Vor allem aber soll ihr Bereich auch nach der Corona-Pandemie nicht vergessen, sondern Arbeitsbedingungen und Einkommen verbessert werden. "Die Pandemie legt die Mängel schonungslos offen", sagte Verdi-Bezirksleiter Martin Gross am Donnerstag in Stuttgart

Man sehe wie unter einem Brennglas die Probleme des Gesundheitswesens. Die Folgen seien schlimm für alle.

Unterzeichnet wurde der fast drei Seiten lange Brief von 288 Arbeitnehmervertretern in Krankenhäusern, Pflege- und Sozialeinrichtungen des Landes. 

Ihr Alltag sei ohnehin schon schwer gewesen, nun aber sei die Grenze endgültig erreicht, berichteten die Verantwortlichen in einer Online-Pressekonferenz. 

Auch ein Video haben sie gedreht mit Berichten über ihren momentanen Alltag. Den Brief haben sie am Montag abgeschickt. Von der Landesregierung gab es bis Donnerstagmittag noch keine Reaktion.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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