Polizeigewerkschaft begrüßt Corona-Tests für Beamte: Überfällige Maßnahme

Ulm/Stuttgart - Die Deutsche Polizeigewerkschaft hat den Vorstoß von Innenminister Thomas Strobl (61, CDU) für besseren Corona-Schutz der Beamten begrüßt.

Ralf Kusterer (58) ist der Landeschef der Deutschen Polizeigewerkschaft in Baden-Württemberg.
Ralf Kusterer (58) ist der Landeschef der Deutschen Polizeigewerkschaft in Baden-Württemberg.  © Marijan Murat/dpa

"Wir haben eine Regelung für Schnelltests für die Landesbediensteten vermisst", sagte Landeschef Ralf Kusterer (58) der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag.

Es sei nicht nachzuvollziehen, Polizisten auf die allgemeinen Testangebote zu verweisen und zugleich die Wirtschaft aufzurufen, ihre Mitarbeiter selbst zu testen. Ob die Tests zuhause oder in anderen Räumlichkeiten vorgenommen werden, sei noch zu klären.

Strobl will nach einem Bericht der Südwest Presse fast sieben Millionen Euro in Schutzausstattung wie Masken und Handschuhe, Schnelltests, Desinfektionsmittel, Trennwände für Büros oder IT-Technik für mobiles Arbeiten investieren. Das Blatt beruft sich auf eine Vorlage für die Kabinettssitzung am Dienstag.

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Laut Kusterer gibt es derzeit unter den 32.000 Polizeibeamten im Land 100 Infizierte und 300 Fälle von Quarantäne und Freistellungen wegen Vorerkrankungen.

Von 24.000 Beamten aus dem operativen Bereich mit häufigen Kontakten zur Bevölkerung seien seit Anfang März 18.000 geimpft worden.

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Eine zweite Gruppe von 8000 Männern und Frauen aus der Verwaltung werde den Impfstoff erhalten, wenn die erste vollends versorgt sei. Kusterer geht von etwa Mitte April für den Start der zweiten Tranche aus.

Der Gewerkschafter zeigte sich auch zufrieden über die Aussicht auf 2000 Notebooks, Router, Videokonferenztechnik und -software für Beamte im Homeoffice. "Diese Anschaffungen werden dringend benötigt, um uns funktionsfähig zu halten." Damit hole man im Ländervergleich auf.

Der grüne Koalitionspartner trage die Pläne Strobls mit, berichtete die Zeitung. Das Geld soll demnach aus einer Rücklage des Landes für Haushaltsrisiken genommen werden.

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

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