Schulöffnungen oder längere Ferien? Kultusministerin mit klarer Haltung

Stuttgart - In der Frage, wie es mit den Schulen und Kitas in Baden-Württemberg weitergehen soll, hat Kultusministerin Susanne Eisenmann (56, CDU) eine klare Haltung.

Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (56, CDU).
Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (56, CDU).  © Sebastian Gollnow/dpa

Sie will sich mit aller Macht um die Wiedereröffnung zumindest von Grundschulen und Kitas nach dem 10. Januar einsetzen.

"Ich gehe davon aus und werbe sehr dafür, dass wir Kitas und Grundschulen in jedem Fall wieder in Präsenz öffnen und auch Klasse 5, 6 und 7 sowie die Abschlussklassen im Blick haben - unabhängig von den Inzidenzzahlen", sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart.

Gerade mit kleineren Kindern in der Grundschule sei digitaler Unterricht im Grunde nicht möglich.

"Präsenzunterricht ist durch nichts zu ersetzen", so die Meinung von Eisenmann.

Von einer Verlängerung oder Verschiebung der Weihnachtsferien halte sie gar nichts.

Update: 21.31 Uhr

Jusos fordern Eisenmanns Rücktritt

SPD-Chef Andreas Stoch hält nichts von einer Wiedereröffnung von Schulen unabhängig von Inzidenzzahlen.

"Da fliegt jedem das Dach weg, der nur im Entferntesten mit Medizin oder Bildung zu tun hat", sagte Stoch der dpa. Eisenmann stelle sich damit radikal gegen jede wissenschaftliche Empfehlung.

Die Inzidenzen seien immer noch viel zu hoch, die Infektionsketten nicht kontrollierbar. Es gebe mehr Möglichkeiten als die komplette Öffnung und die komplette Schließung von Schulen.

Juso-Landeschefin Lara Herter sagte, Eisenmann habe jedes Gespür für die Anliegen der Schülerinnen und Schüler, Lehrer und Eltern verloren. "Eisenmann muss zurücktreten. Das ist nach fast einem Jahr fatalen Missmanagements mehr als überfällig."

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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