Stuttgarts OB Kuhn bezieht zu Moria-Bränden und Maria Kolesnikowa Stellung

Stuttgart - Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn (65, Grüne) hat sich angesichts der Brände im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos an Bundesinnenminister Horst Seehofer (71, CSU) gewandt. 

Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn (65, Grüne).
Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn (65, Grüne).  © Marijan Murat/dpa

"Nach allem was wir über die Brände und die Situation der Flüchtlinge wissen, herrscht auf Lesbos höchste Not. Ich fordere daher den Bundesinnenminister auf, den Menschen schnell und unmittelbar zu helfen", wird Kuhn in einer Mitteilung der Stadt am Mittwoch zitiert.

Viele deutsche Städte hätten sich bereits im Rahmen der Initiative "Seebrücke" bereit erklärt, Flüchtlingen "einen sicheren Hafen zu bieten".

"Auch Stuttgart wird sich daran beteiligen, wenn der Bund angesichts der verheerenden Lage auf Lesbos Flüchtlinge von der Insel rettet und nach Deutschland holt", so Stuttgarts Oberbürgermeister.

Außerdem wandte sich der Grünen-Politiker hinsichtlich des Falls Maria Kolesnikowa an den Botschafter der Republik Belarus in Deutschland.

"Frau Kolesnikowa ist uns in Stuttgart wohl bekannt. Sie hat viele Jahre als Bürgerin in unserer Mitte gelebt, war sozial engagiert und angesehen. Frau Kolesnikowa genießt großen Respekt in Stuttgart", schrieb Kuhn einer Mitteilung zufolge an den Botschafter.

Er bat darum, dass Kolesnikowa sich "frei in Ihrem Land bewegen und nach ihrem eigenen Willen unbehelligt wirken kann."

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

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