Gegen Rassismus: Am Wochenende protestieren wieder Tausende

Stuttgart - Nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz Ende Mai in den USA werden für dieses Wochenende weitere Demonstrationen in Baden-Württemberg erwartet.

Demonstranten am vergangenen Samstag auf der B14 in Stuttgart.
Demonstranten am vergangenen Samstag auf der B14 in Stuttgart.  © Christoph Schmidt/dpa

In Stuttgart rechnet der Veranstalter eines Protests am Samstag (12.30 Uhr) mit bis zu 4000 Menschen, wie die Stadt am Freitag mitteilte. In Ulm ist eine deutlich kleinere Demonstration (15.30 Uhr) mit mehreren Hundert Teilnehmern angekündigt.

Floyd war am 25. Mai in der US-amerikanischen Stadt Minneapolis bei einem brutalen Polizeieinsatz ums Leben gekommen. 

Ein weißer Beamter hatte dem 46-Jährigen sein Knie fast neun Minuten in den Nacken gedrückt - trotz aller Bitten Floyds, ihn atmen zu lassen (TAG24 berichtete).

Seitdem demonstrieren in den USA und auch in Deutschland Zehntausende Menschen gegen Rassismus und Polizeigewalt gegen Afroamerikaner.

Auch in Baden-Württemberg treibt der Tod Floyds die Menschen um. Am vergangenen Wochenende waren weit mehr als 10.000 Menschen im Südwesten gegen Rassismus und Hass auf die Straße gegangen - ein Vielfaches der angemeldeten Teilnehmerzahl.

In Stuttgart kam es dabei auch zu Angriffen auf Polizisten. Unter anderem attackierten hunderte Menschen ein Polizeirevier in der Theodor-Heuss-Straße (TAG24 berichtete).

Update: 13.57 Uhr

Polizei mit Großaufgebot vor Ort

Die Polizei wird am Samstag mit mehreren Hundert Beamten in der Stuttgarter Innenstadt und am Wasen präsent sein.

Wie die Ordnungshüte rin einer Mitteilung am Freitagnachmittag schreiben, kam es mehrfach am Rande der zurückliegenden Versammlungen und Aufzügen in Stuttgart zu Übergriffen. 

"Passanten wurden verletzt, Einsatzbeamte mit Gegenständen und Pflastersteinen beworfen und beleidigt sowie Fahrzeuge beschädigt. Zusätzlich waren zuletzt vornehmlich Personen des linken Spektrums auch vor das Polizeirevier in der Theodor-Heuss-Straße gezogen, beleidigten die Wachbeamten und trommelten gegen Türen", heißt es weiter. 

Zeitweise werde auch der Polizeihubschrauber über der Stadt fliegen. Durch die Versammlungen und den begleitenden Polizeieinsatz müsse mit Verkehrsbehinderungen und zeitweise gesperrten Straßen in der Innenstadt gerechnet werden. 

Titelfoto: Christoph Schmidt/dpa

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