Trotz Schlachthof-Skandalen: Kretschmann steht zu seinem Agrarminister

Stuttgart - Trotz mehrerer Schlachthof-Skandale in den vergangenen Jahren und scharfer Kritik an den Missständen in den Betrieben kann Agrarminister Peter Hauk (59, CDU) auf den Rückhalt seines Ministerpräsidenten bauen.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne, links im Bild) stärkt Agrarminister Peter Hauk (59, CDU) auch nach den Schlachthof-Skandalen den Rücken. (Fotomontage)
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne, links im Bild) stärkt Agrarminister Peter Hauk (59, CDU) auch nach den Schlachthof-Skandalen den Rücken. (Fotomontage)  © Montage: Tom Weller/dpa, SOKO Tierschutz e.V.

"Ich werde ihn nicht entlassen", sagte Regierungschef Winfried Kretschmann (72, Grüne) am Dienstag nach entsprechenden Forderungen der oppositionellen SPD.

Die Maßnahmen, die Hauk nach dem jüngsten Skandal in Biberach vorgestellt habe, seien schlüssig. "Und sie lassen erwarten, dass wir das Problem jetzt in den Griff bekommen", sagte Kretschmann.

Allerdings müsse auch geklärt werden, wie es trotz einer 100-prozentigen Kontrolle durch Veterinäre zu Zuständen wie in Biberach und anderen Betrieben kommen konnte.

In der vergangenen Wochen waren Bilder aus dem Schlachthof Biberach aufgetaucht, die zeigen, wie das Töten von Rindern durch fehlerhafte Bolzenschussgeräte qualvoll in die Länge gezogen wurde. Anfang 2018 war bereits ein Schlachthof in Tauberbischofsheim geschlossen worden, im Sommer traf es einen Betrieb in Gärtringen im Kreis Böblingen.

Daraufhin kündigte Hauk mehrere Maßnahmen an, um die Kontrollen in der Branche zu verschärfen und regionale Schlachthöfe zu fördern. "Wir erwarten, dass wir solche Bilder nicht mehr zu sehen bekommen", sagte Kretschmann. "Das geht wirklich überhaupt nicht."

Titelfoto: Montage: Tom Weller/dpa, SOKO Tierschutz e.V.

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