Kretschmann: "Eine Impfpflicht durch die Hintertür ist nicht geplant"

Stuttgart - Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne) hält nichts von Privilegien und Belohnungen für Menschen, die sich impfen lassen.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne).
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne).  © Marijan Murat/dpa

"Eine Impfpflicht durch die Hintertür ist nicht geplant", sagte der Grünen-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. "In der Demokratie gibt es nur den Weg der Überzeugung."

Er könne verstehen, dass einige Menschen unsicher seien. Aber grundsätzlich seien Impfstoffe die mit am besten geprüften Medikamente.

Er wolle deshalb mit Nachdruck für das Impfen werben und darüber aufklären.

Kretschmann macht sich nach eigenen Angaben wenig Sorgen wegen Corona-Leugnern, die sich partout nicht impfen wollten.

"Die, die das Virus für ungefährlich halten, sind eine kleine Minderheit. Die zu überzeugen, ist fast unmöglich. Die sind aber auch nicht das Problem", sagte er.

Schließlich brauche man, "um bei der Virusbekämpfung Erfolg zu haben, eine Impfquote von 60 bis 70 und nicht 97 Prozent."

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

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