Polizei findet Babylöwe in Unfallfahrzeug

Kronau - Nach einem Unfall mit vier Schwerverletzten zwischen einem Lastwagen, einem Kleintransporter und einem Kleinbus mit Anhänger rücken Einsatzkräfte zur Unfallstelle aus. In dem Anhänger entdecken sie eine ungewöhnliche Passagierin.

Ein kleiner Löwe sitzt in seiner Transportbox nachdem er nach einem Unfall auf der Autobahn A5 aus einem Fahrzeug befreit worden ist.
Ein kleiner Löwe sitzt in seiner Transportbox nachdem er nach einem Unfall auf der Autobahn A5 aus einem Fahrzeug befreit worden ist.  © Rene Priebe/pr-video/dpa

Nach einem schweren Zusammenstoß auf der Autobahn 5 mit vier Schwerverletzten haben Einsatzkräfte in einem der beteiligten Fahrzeuge ein junges Löwenweibchen entdeckt. 

Ersten Ermittlungen der Polizei zufolge hatte der Fahrer eines Kleintransporters am Dienstagmorgen zu spät erkannt, dass der Verkehr an einer Baustelle ins Stocken geraten war.

Nach Angaben der Polizei fuhr der Transporter auf einen Lastwagen auf, geriet dabei ins Schleudern und stieß mit einem neben ihm fahrenden Kleinbus mit Anhänger zusammen. 

In dem Bus sowie in dem Transporter wurden insgesamt vier Menschen eingeklemmt und verletzt - nähere Angaben konnte die Polizei zunächst nicht machen. 

Alle vier Verletzten kamen ins Krankenhaus. Der Unfall ereignete sich zwischen Kronau (Kreis Karlsruhe) und dem Kreuz Walldorf (Rhein-Neckar-Kreis). Die Autobahn war mehrere Stunden in beide Richtungen vollständig gesperrt.

Während der Bergungsarbeiten entdecken die Einsatzkräfte laut Polizei in dem Anhänger eine Holzbox - in der befand sich ein Babylöwe. Ob er legal transportiert wurde, müsse noch geklärt werden, sagte ein Polizeisprecher.

Die junge Löwin wurde der Tiernotrettung übergeben. Wie Michael Sehr, Geschäftsführer der Berufstierrettung Rhein-Neckar sagte, ist das Tier unverletzt, steht jedoch unter Stress. Es sei zunächst im Landauer Reptilienzoo untergebracht worden, wo es nun fürs Erste versorgt werde. Wo das Tier längerfristig hinkomme, müsse noch entschieden werden, sagte Sehr. 

Möglich sei ein Zoo oder eine Auffangstation für Wildtiere - weil das Tier offenbar schon in Gefangenschaft geboren wurde, sei eine Auswilderung eher keine Option.

Titelfoto: Rene Priebe/pr-video/dpa

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