Probleme in der Stadt: Mannheim will diese mit Trinkerraum lösen

Mannheim - Nach Beschwerden über Lärm und Sicherheitsbedenken wegen Alkoholkonsums auf Straßen und Plätzen reagiert die Stadt Mannheim. Sie will die Probleme mit einem Trinkerraum in den Griff bekommen.

Die Stadt Mannheim will so Ärger mit Anwohnern und Geschäftsleuten entgehen. (Symbolbild)
Die Stadt Mannheim will so Ärger mit Anwohnern und Geschäftsleuten entgehen. (Symbolbild)  © Jens Büttner/dpa

Trinkerszenen im öffentlichen Raum erwecken Ängste bei Anwohnern und Passanten sowie Ärger bei Geschäftsleuten. Die Stadt Mannheim geht nun am Dienstag (14 Uhr) mit einem alternativen Aufenthaltsangebot an den Start, um die Situation zu entspannen und den Alkoholabhängigen einen niedrigschwelligen Zugang zum Suchthilfesystem zu eröffnen. 

Im Café Anker in einem Container auf städtischem Gelände darf Alkohol getrunken werden. Der Caritasverband und der Drogenverein Mannheim betreiben das Projekt. Der erste von der Diakonie betriebene Alkoholkonsumraum entstand vor zwei Jahren in Karlsruhe.

Die Stadt Mannheim fördert das Projekt mit 414.000 Euro jährlich. Nach 18 Monaten wird geprüft, inwiefern es die gesundheits- und sozialpolitischen sowie die ordnungspolitischen Ziele erreicht. 

Der Gemeinderat soll dann entscheiden, ob der Trinkerraum länger als zwei Jahre fortgeführt wird.

Titelfoto: Jens Büttner/dpa

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