Rund 300 Kilo gefährliche BASF-Chemie in den Rhein geflossen

Ludwigshafen - Aus noch unbekannter Ursache sind seit Freitag etwa 300 Kilogramm des Stoffes Imidazol in den Rhein geflossen. 

Der Chemiekonzern BASF in Ludwigshafen. Es sollen etwa 300 Kilogramm einer chemischen Substanz in den Rhein geflossen sein.
Der Chemiekonzern BASF in Ludwigshafen. Es sollen etwa 300 Kilogramm einer chemischen Substanz in den Rhein geflossen sein.  © Uwe Anspach/dpa

Wie das Chemieunternehmen BASF in Ludwigshafen am Samstag berichtete, waren im Auslauf der Kläranlage der BASF erhöhte Konzentrationen von Imidazol. 

Ein Unternehmenssprecher sagte, Experten seien vor Ort, um die genaue Ursache für die Emission zu ermitteln. 

Die Anlage zur Herstellung des Ausgangsstoffes bei der Herstellung von Pharma- und Kosmetikprodukten sei vorsorglich abgestellt worden, die zuständigen Behörden wurden informiert.

Imidazol ist in der Wassergefährdungsklasse 2, das bedeutet deutlich wassergefährdend, eingestuft. 

Aufgrund der ausgetretenen Menge und der Verdünnung im Rhein sei nicht von einer Gefährdung von Wasserorganismen auszugehen, hieß es.

Update 12.28 Uhr: Ursache von Imidazol-Austritt in Rhein ermittelt

Nach dem Austritt eines wassergefährdenden Stoffes in den Rhein hat das Chemieunternehmen BASF die Ursache gefunden. "Experten haben die Quelle der Emissionen identifiziert und gestoppt", sagte ein Firmensprecher am Sonntag in Ludwigshafen. Zu dem Austritt sei es durch ein Zusammenspiel von mehreren Teilanlagen und Abwasserströmen gekommen. 

Im Auslauf der Kläranlage der BASF waren die erhöhten Konzentrationen gemessen worden. Daraufhin wurde die Anlage zur Herstellung des Ausgangsstoffes bei der Herstellung von Pharma- und Kosmetikprodukten abgestellt. Aufgrund der ausgetretenen Menge und der Verdünnung im Rhein ist laut BASF nicht von einer Gefährdung von Wasserorganismen auszugehen. Nach Behebung des Problems sollte die Anlage nun wieder angefahren werden, hieß es am Sonntag.

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa

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