Schauspieler Jan Josef Liefers weiß, was echte Verwesung bedeutet

Tübingen/Münster - Auch im echten Berufsleben hätte Schauspieler Jan Josef Liefers (55) kein Problem damit, Leichen aufzuschneiden.

Bernhard Hirt (l), Professor für Anatomie und Direktor des Instituts für Klinische Anatomie und Zellanalytik an der Eberhard Karls Universität in Tübingen (l), und Schauspieler Jan Josef Liefers unterhalten sich im "Frühstücksfernsehen" der Universität Tübingen.
Bernhard Hirt (l), Professor für Anatomie und Direktor des Instituts für Klinische Anatomie und Zellanalytik an der Eberhard Karls Universität in Tübingen (l), und Schauspieler Jan Josef Liefers unterhalten sich im "Frühstücksfernsehen" der Universität Tübingen.  © Sebastian Gollnow/dpa

 Zur Vorbereitung seiner Rolle als kauziger Rechtsmediziner Professor Karl-Friedrich Boerne im Münster-"Tatort" habe er mehrere echte Obduktionen angeschaut, erzählte er am Mittwoch im "Frühstücksfernsehen" der Universität Tübingen. 

"Ich bin nicht umgekippt, mir ist nicht schlecht geworden, ich war zunehmend fasziniert", sagte Liefers.

An der Berliner Rechtsmedizin sah Liefers beispielsweise Menschen nach einem Suizid oder Gestorbene, die tagelang an einer Heizung gelehnt hatten, bevor sie gefunden wurden. 

"Ich hatte ein ganz gutes Bild, was Verwesung bedeutet", sagte der Schauspieler.

Das "Frühstücksfernsehen" der Tübinger Universität ist ein Online-Format der Medizinischen Fakultät mit wechselnden Gästen. Moderator Bernhard Hirt, Leiter der Klinischen Anatomie, bescheinigte Liefers eine hohe Authentizität seiner Rolle: Demnach werde Boerne häufig in rechtsmedizinischen Vorlesungen der Fakultät zitiert.

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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