Schönheitspapst Mang kritisiert Schönheits-OPs in Corona-Zeiten

Lindau - Der bekannte Schönheitschirurg Werner Mang (70) hält nichts von Schönheits-OPs während der Corona-Krise.

Schönheits-Chirurg Professor Werner Mang sitzt in seinem Büro in der Bodensee Klinik bei einem Interview im August.
Schönheits-Chirurg Professor Werner Mang sitzt in seinem Büro in der Bodensee Klinik bei einem Interview im August.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

"Die Gesellschaft kann in dieser Zeit auch mal auf Botox und aufgespritzte Lippen verzichten", sagte der Leiter der Bodenseeklinik in Lindau am Mittwoch. "Es ist auch mal schön, etwas anderes zu tun." 

Er rief seine Kollegen dazu auf, während der Corona-Krise Betten für andere Krankenhäuser frei zu halten. Seine Einrichtung stelle bis zum 15. Mai 24 Betten für "Nicht-Corona-Patienten" zur Verfügung und wolle dies mit einem großen Teil der Betten auch nach diesem Datum tun.

"Jeder wird in dieser Zeit Verluste hinnehmen müssen", sagte Mang mit Blick auf seine Branche. "Ich sehe in der Krise aber auch einen Reinigungsprozess." 

Wer sich auf nicht notwendige Eingriffe spezialisiert habe, werde Probleme bekommen, "weil die Menschen sich hoffentlich darauf besinnen, dass Gesundheit das höchste Gut ist". 

50 Prozent der Operationen in der Bodenseeklinik seien dagegen medizinisch notwendige Rekonstruktionen nach Unfällen oder Missbildungskorrekturen. "Deshalb gehe ich davon aus, dass es uns auch in 30 Jahren noch geben wird", sagte Mang, der oft auch als "Schönheitspapst" bezeichnet wird.

Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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