Sommersemester in Corona-Zeiten gestartet: So sieht der Lehrbetrieb aus

Freiburg - Die Hochschulen im Land sind am Montag in das Sommersemester gestartet. Es wird ein rein digitales Semester werden, wie Sprecher der Hochschulen sagten. Technik soll helfen, persönliche Kontakte wegen des Coronavirus zu verringern.

Ein leerer Hörsaal aufgrund der Corona-Krise.
Ein leerer Hörsaal aufgrund der Corona-Krise.  © picture alliance/dpa

Mit dem Ende der Semesterferien starten die Hochschulen im Land am Montag mit dem digitalen Lehrbetrieb. Wegen des Coronavirus werde das Sommersemester anders organisiert als sonst, sagten Sprecher der Hochschulen. Gelehrt und studiert werde rein digital. Persönliche Kontakte in den Hochschulen und damit das Infektionsrisiko sollten so verringert werden. In den Hochschulen sei hierfür Technik eingerichtet worden.

Dazu zählen Ministudios, in denen Dozenten ihre Vorträge filmen und zu den Studenten daheim übertragen könnten. In den Vorbereitungen habe sich diese Studienform bewährt, sagte ein Sprecher der Universität Freiburg. Weitere Studios seien in Planung.

Ursprünglich sollte das Sommersemester in den meisten Hochschulen für angewandte Wissenschaften im Land bereits am 16. März beginnen. Wegen der Corona-Krise war der Semesterstart aber auf diesen Montag verschoben worden. An den meisten Universitäten dagegen startet das Semester zeitlich wie geplant, wurde jedoch auch auf digitalen Betrieb umgestellt.

"Die Corona-Pandemie stellt auch die Hochschulen vor große Herausforderungen, da an einen regulären Verlauf eines mit persönlicher Präsenz verbundenen Studiums im Sommersemester noch nicht zu denken ist", sagte der hochschulpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Stephen Brauer. Hochschulen und Studenten müssten vom Land unterstützt werden, um dieses digitale Semester meistern zu können. Hier gebe es Nachholbedarf.

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) kündigte einem Bericht des "Badischen Tagblatts" zufolge Hilfe für Nicht-EU-Bürger an, die wegen der Corona-Krise die für sie geltenden Studiengebühren nicht bezahlen können. Es werde "kurzfristig ein Unterstützungsangebot" geben, hieß es. Dieses werde noch ausgearbeitet. Seit dem Wintersemester 2017/2018 müssen Nicht-EU-Bürger in Baden-Württemberg 1500 Euro pro Semester Studiengebühren zahlen. 

Titelfoto: picture alliance/dpa

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