Stadt Stuttgart verteidigt Linie zur Querdenker-Demo

Stuttgart - Trotz heftiger Kritik verteidigt die Stadt Stuttgart ihre Strategie bei der aus dem Ruder gelaufenen "Querdenker"-Demonstration am Samstag in Stuttgart.

Durch die Stuttgarter Innenstadt waren die Demonstranten am Samstag gezogen.
Durch die Stuttgarter Innenstadt waren die Demonstranten am Samstag gezogen.  © Andreas Rosar/ Fotoagentur Stuttgart

"Ich glaube, wir haben das Beste daraus gemacht", sagte Ordnungsbürgermeister Clemens Maier der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag.

Bei den Demonstrationszügen, die sich zur zentralen Kundgebung der "Querdenken"-Bewegung auf den Cannstatter Wasen aufgemacht hätten, seien am Schluss 15.000 Teilnehmer gezählt worden. (TAG24 berichtete)

"Wenn die Polizei die Versammlung auf Geheiß der Versammlungsbehörde aufgelöst hätte, hätte sie versuchen müssen, 15.000 Menschen nach Hause zu schicken."

Diese wären aber nicht freiwillig gegangen. Die Polizei hätte massiv Gewalt einsetzen müssen. All das sei durchgespielt worden in Gesprächen mit der Polizei. "Wir können die Stadt nicht abriegeln."

Nach wie vor sei er der Ansicht, dass die Corona-Verordnung ein Verbot solcher Massenversammlungen nicht hergebe.

Das sieht Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) jedoch ganz anders.

Die Frage, die sich die Politiker vielmehr stellen müssten, sei, warum Menschen keine Masken tragen wollten, sagte Maier. "Warum erreicht die Politik Teile der Gesellschaft nicht? Das ist das eigentliche Problem", betonte der Ordnungsbürgermeister.

Insgesamt waren am Samstag mehr als 1000 Polizisten im Einsatz. Zwei Wasserwerfer standen laut Maier bereit. Die baden-württembergischen Beamten wurden unterstützt von der Bundespolizei sowie von Polizisten aus Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen.

Titelfoto: Andreas Rosar/ Fotoagentur Stuttgart

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