Stuttgart 21: Heute wird an den "Schwarzen Donnerstag" vor zehn Jahren erinnert

Stuttgart/Mannheim - Zehn Jahre nach den blutigen Auseinandersetzungen von Polizei und Gegnern des Bahnhofsprojektes Stuttgart 21 wollen Kritiker des Bauvorhabens an den sogenannten Schwarzen Donnerstag erinnern.

Stuttgart, 30. September 2010: Ein Wasserwerfer spritzt im Schlossgarten auf Demonstranten, die gegen die geplante Abholzung mehrerer Bäume im Park protestieren.
Stuttgart, 30. September 2010: Ein Wasserwerfer spritzt im Schlossgarten auf Demonstranten, die gegen die geplante Abholzung mehrerer Bäume im Park protestieren.  © picture alliance / dpa

Am Mittwochabend gedenken sie mit einem Schweigemarsch (17 Uhr) und einer Kundgebung (18 Uhr) des Protestes.

Das Bahnprojekt Stuttgart 21 umfasst den Umbau des Hauptbahnhofs und die Neubaustrecke von Wendlingen nach Ulm. Nach letzten Schätzungen soll es 8,2 Milliarden Euro kosten. 

Der Protest gegen das Projekt hat wie kein anderes Thema die Stadtgeschichte der vergangenen Jahre geprägt. 

Am "Schwarzen Donnerstag" war der Konflikt um Stuttgart 21 eskaliert, laut Innenministerium wurde dabei weit mehr als 160 Menschen verletzt.

Ebenfalls am Jahrestag setzt sich der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim mit dem Streit um den Bahnhof auseinander (11 Uhr). Ein Mitglied der Gruppe Ingenieure 22 klagt gegen das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) wegen des aus seiner Sicht unzureichenden Brandschutzes im Tiefbahnhof, dem Kernstück des Milliarden-Vorhabens.

Dabei macht er als künftiger Nutzer des Tiefbahnhofs sein Grundrecht auf Schutz des Lebens geltend. Das EBA hat beantragt, die Klage abzuweisen.

Titelfoto: picture alliance / dpa

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