Nach Besetzung des DGB-Hauses durch rechte Aktivisten: Hintergrund noch unklar

Stuttgart - Details zu der Dachbesetzung des DGB-Hauses von fünf mutmaßlich rechtsextremen Aktivisten in Stuttgart bleiben weiterhin aus.

Rechte Aktivisten der "Identitären Bewegung" besetzten am Samstag das Dach des DGB-Hauses in Stuttgart, sprühten rote Farbe mit Bengalos und hängten ein Transparent auf.
Rechte Aktivisten der "Identitären Bewegung" besetzten am Samstag das Dach des DGB-Hauses in Stuttgart, sprühten rote Farbe mit Bengalos und hängten ein Transparent auf.  © Twitter/Identitäre Bewegung

Die genauen Hintergründe der Tat und wie die Verdächtigen auf das Vordach gekommen sind, seien bislang nicht geklärt, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. 

Die Dachbesetzer hatten am Samstag ein Transparent am Haus des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) aufgehängt und mit Bengalos rote Farbe gesprüht. 

Die Polizei rechnete die Gruppe dem "rechten Spektrum zu". Auf einem Twitter-Account, der sich der sogenannten Identitären Bewegung (IB) zurechnet, wurde ein Foto der Aktion mit Transparent veröffentlicht. 

Darauf stand "DGB hat mitgeschossen". Mit dem Banner solidarisierte sich die IB mit Andreas Z. (54), der vor zwei Wochen am Rande einer Corona-Demo von mutmaßlich Linken zusammengeschlagen wurde (TAG24 berichtete).

Z. schwebt seit dem in Lebensgefahr. Dafür machen die Rechten wohl den DGB mitverantwortlich.

Der DGB sprach von einem "feigen Anschlag" auf das Willi-Bleicher-Haus und verurteilte ihn scharf. Landeschef Martin Kunzmann teilte am Samstagnachmittag mit, dass eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs erstattet und ein Strafantrag gestellt wurde.

Titelfoto: Twitter/Identitäre Bewegung

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