Euro-5-Verbot erst im September? DUH-Chef Resch droht wieder

Stuttgart - Seit dem 1. Juli gilt in Stuttgart ein Fahrverbot für Euro-5-Diesel. Zumindest theoretisch. Praktisch müssen erst noch alle Schilder aufgestellt werden (TAG24 berichtete). Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) droht derweil wieder.

DUH-Chef Jürgen Resch. (Montage)
DUH-Chef Jürgen Resch. (Montage)  © Montage: Gregor Bauernfeind/dpa, Marijan Murat/dpa

Wie berichtete dauert es noch, bis in Stuttgart die Verbotszone (die sogenannte "kleine Umweltzone": Talkessel, Bad Cannstatt, Feuerbach und Zuffenhausen) ausgeschildert ist. Laut Stadt könnte es sogar bis September andauern.

"Sollte das Land weiter auf Zeit spielen, sind wir gezwungen, einen weiteren Antrag auf Vollstreckung der Fahrverbote zu stellen", so  DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch gegenüber den Stuttgarter Nachrichten.

Und er geht noch weiter: Weil die Gerichte dann schon die siebte derartige Entscheidung treffen müssten, will die DUH außerdem ein Zwangsgeld beantragen. 

Dieses soll dann nicht mehr vom Land Baden-Württemberg, sondern von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne)  persönlich gelöhnt werden.

Laut einem Regierungssprecher soll die Ausschilderung in der "kleinen Umweltzone" durch die Stadt Stuttgart schnellstmöglich erfolgen.

Was einen möglichen de-facto-Starttermin erst im September angeht, erklärte Resch gegenüber der Zeitung, dass die Stadt das seit dem vergangenen Jahr bestehende stadtweite Verbot von Euro-4-Dieseln ja auf Euro-5-Fahrzeuge ausdehnen könne. 

"Dazu muss man auf den bestehenden Schildern nur die Schadstoffklasse überkleben", so der DUH-Chef.

Titelfoto: Montage: Gregor Bauernfeind/dpa, Marijan Murat/dpa

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