In Zeiten von Corona mehr Graffiti: Diese Straftaten sind zurückgegangen

Stuttgart - In den Monaten der Pandemie sind die Graffiti-Sprayer häufiger unterwegs gewesen als zuvor: 

Ein mit Graffiti beschmutzter ICE-Zug fährt an der Strecke. (Symbolbild)
Ein mit Graffiti beschmutzter ICE-Zug fährt an der Strecke. (Symbolbild)  © Holger Hollemann/dpa

Während die Zahl der Straftaten an Bahnhöfen und an den Bundesgrenzen deutlich zurückgegangen ist, hat die Bundespolizei nach eigenen Angaben mehr Schmierereien vor allem an Zügen registriert. 

In Baden-Württemberg seien in den ersten sechs Monaten 1249 Anzeigen eingegangen, das seien rund 20 Prozent mehr Graffiti-Vergehen als im Vorjahreszeitraum, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei am Montag.

Laut Stuttgarter Nachrichten gehen die Beamten davon aus, dass dies auf die Corona-Auflagen zurückzuführen ist. Es seien in dieser Zeit mehr Züge abgestellt worden, zum Beispiel an Endhaltestellen. Das habe die "Tatgelegenheiten zum Besprühen der Bahnen signifikant erhöht", zitiert die Zeitung die Polizei.

Den Schaden kann die Bahn nicht beziffern. 

Allerdings musste sie für die Graffiti-Beseitigung im Jahr 2018 nach eigenen Angaben 13
Millionen Euro investieren.

Sprayer stärker unterwegs

Während die Sprayer stärker unterwegs sind, ist im Bereich der Bahnhöfe und an den Bundesgrenzen die Zahl der Straftaten stark gesunken - um 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. 

Zählten die Ermittler im ersten Halbjahr 2019 noch 26.815 Straftaten in ihrem Zuständigkeitsbereich, waren es in der ersten Hälfte dieses Jahres 20.646. Auch hier hatten das Coronavirus und die Einschränkungen nach Angaben eines Sprechers der Bundespolizei einen starken Einfluss, wie die "Stuttgarter Nachrichten" berichten.

Titelfoto: Holger Hollemann/dpa

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