Sensoren am Flughafen sollen Abstand zwischen Passagieren überwachen

Stuttgart - Am Stuttgarter Flughafen wird der Abstand zwischen Passagieren zum Schutz vor Corona-Infektionen mit Sensoren gemessen.

Ein Mitarbeiter sitzt am Flughafen Stuttgart in einem Kontrollraum vor einem Computer, auf dem die Ergebnisse von Überwachungssensoren anzeigt.
Ein Mitarbeiter sitzt am Flughafen Stuttgart in einem Kontrollraum vor einem Computer, auf dem die Ergebnisse von Überwachungssensoren anzeigt.  © Sebastian Gollnow/dpa

So können überfüllte Orte im Gebäude erkannt und daraufhin neue Wegeführungen geplant werden, auch sollen auf diese Weise Infektionsherde verhindert werden. 

"Wir können jetzt schon feststellen, dass die Passagiere sich an Bodenmarkierungen halten", sagte Riccarda Mark vom Flughafen. Trotz der Regeln werde im Gebäude nicht immer der vorgeschriebene Abstand eingehalten, zum Beispiel bei der Kontrolle der Passagiere vor dem Flug.

Den Großteil der 140 Sensoren nutzt der Flughafen schon seit einigen Jahren - sie werden eigentlich eingesetzt, um Wartezeiten bei der Sicherheitskontrolle zu verbessern. 

Techniker haben die Geräte aber modifiziert. Eine neue Software zeigt jetzt den Standort einer Person auf Computern mit einer Genauigkeit von zwanzig Zentimetern an, erklärte ein Sprecher. 

Das System hat eine Schweizer Firma entwickelt, die auf der Basis der Daten eine Übersichtskarte mit Orten erstellt, an denen sich Passagiere am Flughafen besonders in die Quere kommen. 

Das Programm kann den durchschnittlichen Abstand aller Passagiere im ganzen Flughafen errechnen.

Am Flughafen Stuttgart wird mittels Sensoren die Abstandseinhaltung zwischen Passagieren gemessen.
Am Flughafen Stuttgart wird mittels Sensoren die Abstandseinhaltung zwischen Passagieren gemessen.  © Sebastian Gollnow/dpa

Beim Datenschutz hat der Flughafen keine Bedenken: "Auf dem Sensor werden keine persönlichen Informationen erfasst - alle Menschen erscheinen nur als anonymer Punkt." 

Nach Angaben der Schweizer Firma ist der Flughafen europaweit einer der ersten, die diese Technik nutzen.

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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