Sturmtief "Luis" fegt über Baden-Württemberg: Zahlreiche Einsätze

Stuttgart/Karlsruhe/Freiburg - Polizei und Feuerwehr sind am Wochenende oft wegen Sturmtief "Luis" ausgerückt.

Eine Person schützt sich mit einem Schirm gegen den Regen. Sturmtief "Luis" ist mit Regen, starkem Wind und Gewitter über das Land gezogen.
Eine Person schützt sich mit einem Schirm gegen den Regen. Sturmtief "Luis" ist mit Regen, starkem Wind und Gewitter über das Land gezogen.  © Andreas Arnold/dpa

Das Sturmtief sorgte für ungemütliches Wetter mit starken Böen und Regen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte zeitweilig vor starken Gewittern und Blitzschlägen.

Die Polizei Karlsruhe hat am Samstag etwa 60 Einsätze im Zusammenhang mit dem Unwetter geleistet. In der Stadt fielen Bauzäune um, Dachziegel, Äste und Wahlplakate wurden vom Wind auf die Straße geweht, teilte die Polizei mit.

Am Morgen stürzte zudem ein großer Baum auf eine Oberleitung und legte eine Straßenbahnlinie teilweise lahm. Die Feuerwehr war Stunden damit beschädigt, den Baum aus der Leitung zu holen, sagte eine Sprecherin der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK).

Stuttgart: Flughafen Stuttgart rechnet 2022 mit Erholung und mehr Passagieren
Stuttgart Flughafen Stuttgart rechnet 2022 mit Erholung und mehr Passagieren

Am Nachmittag schlug ein Blitz ein Loch ins Dach eines Wohngebäudes in Bretten (Kreis Karlsruhe) und zerstörte teilweise die Elektroinstallation. Zu einem Brand kam es allerdings nicht.

Besonders schadensträchtige Ereignisse blieben aus, Personen wurden nicht verletzt.

Sturmtief sorgt für Wirbel

Auch in Stuttgart sorgte das Sturmtief für einigen Wirbel. Vor einem Rohbau im Stuttgarter Stadtteil Freiberg wurden zahlreiche für die Dämmung der Fassaden bestimmte Styroporplatten umhergeweht, die die Feuerwehr nach Angaben eines Sprechers wieder einsammelte. Größere Zwischenfälle blieben aus, auch seien keine größeren Schäden gemeldet worden, hieß es weiter. Ein Flugzeug, das im Rahmen einer Theater-Aktion zum Jahrestag des Corona-Lockdowns mit einem Banner über der Landeshauptstadt kreisen sollte, durfte allerdings nicht aufsteigen.

Zudem hielt das Sturmtief die Polizei Freiburg am Samstag auf Trab. Etwa 50 Mal wurde der Notruf gerufen. Etliche Bäume und größere Äste stürzten um oder brachen ab und behinderten den Verkehr. Die Feuerwehr beseitigte die Bäume und Äste, sodass die betroffenen Straßen nicht länger gesperrt werden mussten. Menschen kamen nicht zu Schaden. Größere Schäden seien nicht gemeldet worden, teilte ein Sprecher mit. Die Beamten bitten zudem um Vorsicht in den Wäldern, da durch den Sturm des Vortags noch Bäume umstürzen können.

Am Sonntag werde sich das Sturmtief wieder abregen, wie ein DWD-Sprecher sagte. Es kündige sich regelrechtes Aprilwetter im Südwesten an: "Es wird Regen- und zeitweise auch Graupelschauer geben", sagte er. Im Bergland falle Schnee.

Titelfoto: Andreas Arnold/dpa

Mehr zum Thema Stuttgart Wetter: