Autobauer Daimler zu fast einem Fünftel in chinesischer Hand

Stuttgart/Peking - Der chinesische Daimler-Partner BAIC hat sich rund zwei Jahre nach weiteren Aktienkäufen zu einer höheren Beteiligung an dem Stuttgarter Autohersteller bekannt.

Knapp 20 Prozent von Daimler sind in chinesischer Hand. Der Stuttgarter Autokonzern begrüße die Beteiligung von BAIC und sieht sie als Allianz bei der Entwicklung.
Knapp 20 Prozent von Daimler sind in chinesischer Hand. Der Stuttgarter Autokonzern begrüße die Beteiligung von BAIC und sieht sie als Allianz bei der Entwicklung.  © Sebastian Gollnow/dpa

Nach eigenen Angaben vom Montag hält das Unternehmen bereits seit 2019 einen Anteil von 9,98 Prozent. Bisher waren lediglich 5 Prozent bekannt. Mit der höheren Beteiligung zog der Staatskonzern nach bisher bekannten Zahlen an dem Gründer seines Konkurrenten Geely, Li Shufu, vorbei.

Dieser hielt laut Daimler zuletzt 9,7 Prozent der Aktien, sodass sich der Dax-Konzern zu fast 20 Prozent in chinesischer Hand befindet.

Daimler-Chef Ola Källenius (52) begrüßte den jüngsten Schritt: "Die Beteiligung von BAIC an Daimler spiegelt das Bekenntnis zu unserer gemeinsamen erfolgreichen Allianz bei Produktion und Entwicklung im weltweit größten Pkw-Markt wider."

Stuttgart: SWR-Mitarbeiter streiken für mehr Lohn als Inflationsausgleich
Stuttgart Wirtschaft Stuttgart: SWR-Mitarbeiter streiken für mehr Lohn als Inflationsausgleich

BAIC habe in einer Vereinbarung bestätigt, den Anteil an Daimler nicht weiter zu erhöhen. Im Gegenzug ist der Stuttgarter Autokonzern mit 9,55 Prozent an der börsennotierten BAIC-Tochter BAIC-Motor beteiligt.

Eigentlich müssen Großaktionäre die Höhe ihrer Beteiligungen nur melden, wenn sie bei Veränderungen bestimmte Schwellen über- oder unterschreiten. Im Fall von Daimler und BAIC liegt die nächste Schwelle bei 10 Prozent.

Die jetzige Meldung sei aus Gründen der Transparenz nach der Abspaltung der Sparte Daimler Truck erfolgt, hieß es in Stuttgart. An Daimler Truck halte BAIC nun 6,5 Prozent.

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

Mehr zum Thema Stuttgart Wirtschaft: