Coronavirus schadet auch Automobilbauer Daimler

Stuttgart - Daimler-Chef Ola Källenius warnt vor einer Rückkehr zu wirtschaftlichem Nationalismus in Folge der Coronavirus-Epidemie.

Ola Källenius spricht bei einer Pressekonfernez. 
Ola Källenius spricht bei einer Pressekonfernez.   © Christoph Schmidt/ DPA

"Solche Ereignisse machen immer wieder klar, wie anfällig globale Lieferketten sind", sagte Källenius dem "Spiegel": "Aber eine Welt ohne globale Arbeitsteilung wäre eine weniger erfolgreiche."

Aus Sicht von Källenius wäre es "der falsche Weg, wenn künftig jedes Land für sich wirtschaftet". Gerade die weltweite Vernetzung habe zum Wachstum der vergangenen Jahrzehnte geführt. 

"Das sollten wir verteidigen und gleichzeitig prüfen, wo es Schwachstellen gibt, wo man mehr Sicherheit in der Lieferkette schaffen kann."

In China fahre Daimler derzeit - nach den wegen der Coronavirus-Epidemie verlängerten Neujahrsferien - die Produktion "graduell hoch". 

Allerdings werde die Krise bei Daimler Spuren hinterlassen: "Wie groß am Ende die Auswirkungen sein werden, können wir heute nicht absehen, aber klar ist: Sowohl die Produktion als auch der Verkauf werden beeinträchtigt sein."

Ein Mercedesstern glänzt im Licht. 
Ein Mercedesstern glänzt im Licht.   © Bildmontage Federico Gambarini/dpa

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