Coronavirus: Geschäft von Hugo Boss leidet stark 

Metzingen - Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus wird das Geschäft des Modehändlers Hugo Boss belasten. Dies gelte insbesondere für China, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Metzingen mit.

Seit Ende Januar sind mehr als die Hälfte der rund 150 Verkaufspunkte von Hugo Boss auf dem chinesischen Festland geschlossen.
Seit Ende Januar sind mehr als die Hälfte der rund 150 Verkaufspunkte von Hugo Boss auf dem chinesischen Festland geschlossen.  © Zhu Xudong/XinHua/dpa

So seien dort seit Ende Januar mehr als die Hälfte der rund 150 eigenen Verkaufspunkte auf dem chinesischen Festland, in Hongkong und in Macau geschlossen. 

Die restlichen Verkaufspunkte hätten ihre Öffnungszeiten stark eingeschränkt. Zudem gebe es momentan einen deutlichen Rückgang der Erlöse in weiteren wichtigen Märkten.

Dabei geht der Konzern davon aus, dass sich die Situation bis Jahresmitte größtenteils normalisieren sollte. Dennoch werden die wirtschaftlichen Folgen die Umsatz- und Ergebnisentwicklung 2020 dämpfen. 

So geht Hugo Boss 2020 währungsbereinigt von einem stagnierenden bis um zwei Prozent wachsenden Umsatz aus. Im vergangenen Jahr waren die Erlöse währungsbereinigt um zwei Prozent auf knapp 2,9 Milliarden Euro gestiegen.

Das operative Ergebnis könnte 2020 im schlechtesten Fall erneut sinken. Hier erwartet der Konzern ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 320 bis 350 Millionen Euro, nach 333 Millionen im Vorjahr. 

2019 war das Konzernergebnis unter anderem wegen höherer Investitionen um zehn Prozent auf 212 Millionen Euro gesunken.

Hugo Boss rechnet für 2020 mit spürbaren wirtschaftlichen Einbußen durch den Coronavirus.
Hugo Boss rechnet für 2020 mit spürbaren wirtschaftlichen Einbußen durch den Coronavirus.  © Sebastian Gollnow/dpa

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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