Hugo Boss: Läden in Russland geschlossen

Metzingen - Der Modekonzern Hugo Boss erwartet trotz der geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten ein Rekordjahr.

Der Modekonzern rechnet trotz der unsicheren Lage mit einem hohen Gewinn.
Der Modekonzern rechnet trotz der unsicheren Lage mit einem hohen Gewinn.  © Bernd Weissbrod/dpa

So sollen die Umsätze 2022 um 10 bis 15 Prozent auf den Höchstwert von 3,1 bis 3,2 Milliarden Euro steigen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Metzingen mit.

Dabei will Hugo Boss von seiner Runderneuerung mit der Konzentration auf die Marken Hugo und Boss profitieren. Das operative Ergebnis erwartet der Konzern bei 250 bis 285 Millionen Euro und damit 10 bis 25 Prozent höher als im Vorjahr.

Die Auswirkungen einer möglichen weiteren Eskalation des Ukraine-Krieges seien dabei nur schwer abzuschätzen, so das Unternehmen. Das Unternehmen habe seit Mittwoch seine Läden in Russland geschlossen, alle Aktivitäten im Einzelhandel und Online-Shopping in dem Land seien damit eingestellt.

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Zusammen mit der Ukraine habe das Russland-Geschäft im vergangenen Jahr rund drei Prozent des Konzernumsatzes ausgemacht. Das Unternehmen werde alle "betroffenen Mitarbeiter finanziell und operativ unterstützen und in engem Austausch mit seinen Geschäftspartnern bleiben", hieß es.

Im vergangenen Jahr hatte Hugo Boss Umsatz und Ergebnis deutlich verbessert und will daher wieder eine Dividende von 70 Cent je Aktie zahlen.

Im Jahr zuvor hatte das Unternehmen nach einem Einbruch seiner Geschäfte im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie nur die gesetzliche Mindestdividende von vier Cent gezahlt.

Titelfoto: Bernd Weissbrod/dpa

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