Hier baut Porsche künftig Batteriezellen

Stuttgart - Porsche will die Fabrik für die mit einem Partner entwickelten Hochleistungs-Batteriezellen in einem gemeinsamen Industriegebiet von Reutlingen und Kirchentellinsfurt bauen.

Der Autobauer wird zukünftig in einem Industriegebiet in Reutlingen und Kirchentellinsfurt Batterien bauen.
Der Autobauer wird zukünftig in einem Industriegebiet in Reutlingen und Kirchentellinsfurt Batterien bauen.  © Sebastian Gollnow/dpa

Das teilte die Porsche-Tochter Cellforce Group am Freitag in Stuttgart mit. Den Ausschlag für das Industriegebiet zwischen Reutlingen und Tübingen habe vor allem die geografische Lage gegeben.

Tübingen hatte sich auch Hoffnung auf die Ansiedlung gemacht. Dort scheiterte das Projekt jedoch an rechtlichen Hürden. Die Batterieproduktion soll 2024 starten.

In dem interkommunalen Gewerbegebiet kauft die Cellforce Group ein 28.151 Quadratmeter großes Grundstück. Kaufpreis und die Höhe der geplanten Investitionen wurden nicht genannt.

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Die geplante Fabrik soll einmal eine Kapazität von 100 Megawattstunden pro Jahr erreichen. Das sind früheren Angaben zufolge Batteriezellen für 1000 Autos, beispielsweise für Fahrzeuge im Bereich des Motorsports oder Sondermodelle.

Die Produktionspläne hatte Porsche bereits vor einigen Monaten vorgestellt. Damals stand aber der Standort für die Produktionsstätte noch nicht fest.

Neue Impulse für Wirtschaftsgebiet

Reutlingens Oberbürgermeister Thomas Keck (SPD) sagte, durch diese Ansiedlung werde der bereits verstehende Verbund der Elektromobilität deutlich gestärkt. Und Bernd Haug, der Bürgermeister von Kirchentellinsfurt, fügte hinzu, durch die Zukunftsfabrik erhalte das gemeinsame Wirtschaftsgebiet neue Impulse.

Der Staat fördert das Vorhaben mit 60 Millionen Euro an Steuergeldern. Zwei Drittel der Summe kommen vom Bund, ein Drittel vom Land. An dem Gemeinschaftsunternehmen Cellforce Group hält Porsche 72,7 Prozent der Anteile, der Rest liegt den Angaben nach bei der Fraunhofer-Ausgründung Customcells aus Itzehoe in Schleswig-Holstein.

Als Zellentwicklungspartner ist früheren Angaben zufolge das Chemieunternehmen BASF dabei. Bis 2025 soll die Belegschaft von derzeit 23 Mitarbeitern auf etwa 100 Personen zulegen.

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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