Daimler mit lebensgefährlichen Steinwürfen auf Autobahn erpresst, jetzt beginnt der Prozess

Stuttgart/Paderborn – Mit lebensgefährlichen Steinwürfen auf die Autobahn soll ein junger Mann versucht haben, den Stuttgarter Autobauer Daimler zu erpressen. 

Ein junger Mann versuchte, den Autobauer Daimler zu erpressen.
Ein junger Mann versuchte, den Autobauer Daimler zu erpressen.  © Marijan Murat/dpa

Am Donnerstag (9 Uhr) beginnt beim Landgericht Paderborn der Prozess gegen den zum Tatzeitpunkt 21-Jährigen. 

Der Vorwurf lautet auf versuchten Mord und räuberische Erpressung. 

Ende April 2020 soll er etwa von einer Brücke bei Soest eine 15 Kilo schwere Steinplatte auf einen vorbeifahrenden Mercedes-Kleinbus geworfen haben. 

Die Platte durchschlug die Windschutzscheibe und verfehlte die damals 25 Jahre alte Fahrerin nur knapp. 

Am selben Tag soll er in einer Email an den Daimler-Konzern 250.000 Euro verlangt und für den Fall der Nichtzahlung mit weiteren Taten gedroht haben.

Update, 17 Uhr: Prozess um Daimler-Erpresser vertagt

Nach der Anklageverlesung am Donnerstag vertagte sich das Schwurgericht. Grund war, dass der psychiatrische Gutachter, der die Schuldfähigkeit des Angeklagten untersuchen muss, beim Prozessauftakt nicht anwesend sein konnte. Die Kurierfahrerin tritt in dem Prozess als Nebenklägerin auf: Sie ist nach Worten ihrer Anwältin traumatisiert und hat ihren Job aufgegeben. Der Prozess ist zunächst bis in den Dezember terminiert.

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

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