Ausbildungsstart im Südwesten: Corona-Krise setzt Azubis zu

Stuttgart - Die Corona-Pandemie trifft auch Tausende Ausbildungsanwärter im Südwesten.

Eine Auszubildende arbeitet in einer Firma am Computer.
Eine Auszubildende arbeitet in einer Firma am Computer.  © Wolfgang Kumm/dpa

Weil viele Firmen unter schlechten Geschäften und wirtschaftlichen Problemen leiden, hat die Zahl der Ausbildungsplätze in Baden-Württemberg abgenommen - gerade in der Industrie und im Handel. 

Anlässlich des offiziellen Ausbildungsstarts will sich der Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) am Dienstag (12 Uhr) bei einer Pressekonferenz in Stuttgart detailliert zur Lage in seinen Branchen äußern. Erwartet werden auch konkrete Zahlen zu gestrichenen Ausbildungsstellen.

Die Dachorganisation der Industrie- und Handelskammern im Südwesten vertritt nach eigenen Angaben mehr als 650.000 Unternehmen aus der Industrie, dem Handel und dem Dienstleistungsgewerbe. 

Nicht in den BWIHK-Bereich fallen neben dem Handwerk beispielsweise auch das Gesundheitswesen und öffentliche Verwaltungen.

Der baden-württembergische Regionalchef der Bundesagentur für Arbeit, Christian Rauch, hatte der Stuttgarter Zeitung vergangene Woche gesagt, branchenübergreifend sei die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen um sieben Prozent gesunken.

Update, 12.36 Uhr: Deutlich weniger Ausbildungsplätze in Industrie und Handel

Die Zahl der neuen Ausbildungsverträge in der Industrie, im Handel und im Dienstleistungsgewerbe ist im Südwesten deutlich zurückgegangen. Der Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) bezifferte das Minus am Dienstag zum offiziellen Ausbildungsstart im Vorjahresvergleich auf 15,5 Prozent.

Die Betriebe hätten insgesamt 6280 weniger Auszubildende gemeldet als noch vor einem Jahr. Die Gesamtzahl der Kontrakte im Zuständigkeitsbereich der BWIHK ging auf 34.250 zurück. Hauptgrund sei die schwierige wirtschaftliche Lage für viele Unternehmen, erklärte die Dachorganisation der Industrie- und Handelskammern im Land. Die Corona-Pandemie habe für große Unsicherheiten gesorgt.

Vom Rückgang besonders betroffen seien die Medien-, Veranstaltungs- und Tourismusbranche sowie das Verkehrs- und Transportgewerbe. Auch im Gastgewerbe und in der Industrie sei die Zahl der neuen Ausbildungsverträge deutlich zurückgegangen, hieß es vom BWIHK. 

Dieser vertritt mehr als 650.000 Südwest-Unternehmen aus der Industrie, dem Handel und dem Dienstleistungsgewerbe. Nicht in den BWIHK-Bereich fallen neben dem Handwerk beispielsweise auch das Gesundheitswesen und öffentliche Verwaltungen.

Branchenübergreifend vermeldete die baden-württembergische Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit bei den Ausbildungsstellen am Dienstag ein Minus von 6,8 Prozent im Vorjahresvergleich auf 75.356 Neuverträge.

Titelfoto: Wolfgang Kumm/dpa

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