Trotz Corona-Krise: bei Daimler geht es aufwärts

Stuttgart - Mit einem starken dritten Quartal im Rücken geht der Autobauer Daimler optimistisch in die verbleibenden Wochen des Jahres. 

Das Logo der Daimler AG ist an der Konzernzentrale im Mercedes Benz-Werk in Untertürkheim zu sehen.
Das Logo der Daimler AG ist an der Konzernzentrale im Mercedes Benz-Werk in Untertürkheim zu sehen.  © Marijan Murat/dpa

Finanzchef Harald Wilhelm legt am Freitag eine aktualisierte Prognose für 2020 auf Grundlage der jüngsten Zahlen vor. 

Nachdem die Corona-Krise Daimler im zweiten Quartal noch tief in die roten Zahlen gestürzt hatte, schloss der Konzern das dritte Quartal dann mit einem unerwartet hohen Gewinn vor Zinsen und Steuern in Höhe von knapp 3,1 Milliarden Euro ab.

Der Markt habe sich schneller erholt als gedacht, zudem wirkten sich die strikte Disziplin bei den Kosten und die übrigen Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz aus, hatte Daimler als Ursachen für das überraschend starke Abschneiden angeführt.


Der Konzern sieht sich auf dem richtigen Weg und ist zuversichtlich, diesen Schwung ins letzte Quartal mitnehmen zu können - unter dem Vorbehalt allerdings, dass die Corona-Pandemie nicht noch einmal komplette Märkte lahmlegt wie im Frühjahr.

Update, 7.31 Uhr: Starkes drittes Quartal lässt Daimler mutiger werden

Mit einem starken dritten Quartal im Rücken traut sich Daimler für dieses Jahr nun wieder etwas mehr zu als bisher. Am Ende werde man zwar bei Absatz und Umsatz weiter unter dem Niveau des Vorjahres landen, das Ergebnis vor Steuern und Zinsen werde nun aber in der gleichen Größenordnung ausfallen, teilte der Konzern am Freitag mit. Bisher war Daimler davon ausgegangen, aufgrund der massiven Folgen der Corona-Krise überall unter dem 2019er-Wert zu bleiben.

Nachdem die Krise Daimler im zweiten Quartal noch tief in die roten Zahlen gestürzt hatte, profitierte der Konzern im dritten Quartal nach eigenen Angaben von einer unerwartet schnellen Markterholung und zudem von seinen Maßnahmen für mehr Effizienz und Kostendisziplin.

Mit 40,3 Milliarden Euro lag der Umsatz im dritten Quartal um sieben Prozent unter dem des Vorjahresquartals. Unter dem Strich entfiel auf die Aktionäre ein Gewinn von 2,05 Milliarden Euro - das sind sogar 19 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. 

Den Gewinn vor Zinsen und Steuern in Höhe von knapp 3,1 Milliarden Euro hatte Daimler schon vor einer Woche mitgeteilt.

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

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