Wollte sich Tesla-Chef Elon Musk bei Curevac-Besuch an Biotechfirma beteiligen?

Tübingen - Bei einem Besuch von Tesla-Chef Elon Musk auf dem Gelände der Biotechfirma Curevac am Dienstag wurde nach Angaben des Tübinger Unternehmens über ein bereits bestehendes gemeinsames Projekt gesprochen. 

Bei einem Besuch von Elon Musk (r.) bei Curevac wurde über ein gemeinsames Projekt gesprochen.
Bei einem Besuch von Elon Musk (r.) bei Curevac wurde über ein gemeinsames Projekt gesprochen.  © Sebastian Gollnow/dpa

Von einer möglichen Beteiligung Musks an Curevac, über die zuvor spekuliert worden war, sei bei dem Gespräch dagegen keinerlei Rede gewesen, sagte ein Curevac-Sprecher am Mittwoch.

Es habe sich um einen Informationsaustausch bei einem Arbeitsbesuch gehandelt. "Es gibt jetzt keine konkreten Ergebnisse, dass irgendwas beschlossen worden wäre", sagte derzuständige Sprecher des wegen seines Corona-Impfstoffkandidaten bekannt gewordenen Unternehmens aus Deutschland.

Bei dem Gespräch ging es demnach um eine bereits seit längerem bestehende Kooperation von Curevac und der Tesla-Tochter Grohmann zur sogenannten mRNA- oder Boten-RNA-Technologie. Dabei geht es um tragbare Fertigungen für die Entwicklung neuer Impfstoffe und Arzneimittel. Solche jeweiligen Printer sollen Impfstoffkandidaten und andere mRNA-basierte Therapien produzieren können. 

mRNA ist eine Art Botenmolekül, in dem die Bauanleitung zur Herstellung von Proteinen steckt.

Für ihren Corona-Impfstoff haben die Curevac-Forscher mRNA mit der Bauanleitung für ein Protein des Coronavirus Sars-CoV-2 versehen. Die menschlichen Zellen bilden nach der Impfung dieses Protein, was der Körper als fremd erkennt. Er bildet Antikörper und andere Abwehrzellen dagegen.

Das Gemeinschaftsprojekt sei schon vor der Übernahme der im rheinland-pfälzischen Prüm sitzenden Firma Grohmann durch den Tech-Konzern Tesla 2017 von Curevac initiiert worden, sagte der Sprecher. Man habe damals einen technischen Partner gesucht, der solche Geräte bauen könne - und sei auf Grohmann gestoßen.

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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