Nach Krawallen: Werteunion sieht bei "vielen Migranten erhebliche Integrations-Probleme"

Stuttgart - Nach den Krawallen in der baden-württembergischen Landeshauptstadt hat sich die Werteunion zu Wort gemeldet - und harsche Kritik an SPD und Grünen geübt.

Werteunion-Chef Alexander Mitsch (53).
Werteunion-Chef Alexander Mitsch (53).  © Uwe Anspach/dpa

In einer Mitteilung vom Dienstag schreibt der Zusammenschluss konservativer CDU- und CSU-Politiker, von einem Signal "an die Politik (...), dem Entstehen rechtsfreier Räume mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln entgegen zu wirken" und ruft zur Solidarität mit den Beamten auf.

Insbesondere kritisiert die Werteunion Grüne und SPD, "die der Polizei immer wieder Rassismus vorwerfen und sich mit der linksextremen 'Antifa' solidarisieren". 

Aus Sicht der Werteunion stachelten die linken Parteien hierdurch Tätergruppen wie diejenige in Stuttgart zu Gewaltaktionen an. 

"Die Stuttgarter Krawallnacht zeige überdies, dass es bei vielen Migranten nach wie vor erhebliche Integrationsprobleme gebe", heißt es weiter. 

Damit nicht genug, fordern die Konservativen von Bundesinnenminister Horst Seehofer (70, CSU), wegen des Artikels "All Cops are berufsunfähig" Strafanzeige gegen die taz-Autorin Hengameh Yaghoobifarah zu erstatten. Die Autorin hatte Polizisten in dem Text mit Abfall verglichen und sich auf die Beamten auf die Mülldeponie gewünscht (TAG24 berichtete).

Werteunion-Chef beklagt Gewalt gegen Polizei

"Die Gewaltnacht in Stuttgart führt uns die traurige Tendenz vor Augen, dass die Polizeikräfte bei einer bestimmten Klientel seit Jahren an Respekt verlieren", zitiert die Pressenotiz Werteunion-Chef Alexander Mitsch (53). "Dies betrifft nicht nur den aktuellen Hetzartikel einer linken Zeitschrift. Sondern auch die massiven Anfeindungen, die Polizeibeamte während ihrer täglichen Arbeit zunehmend erleben müssen. Nicht etwa Polizeigewalt ist ein Problem in Deutschland, sondern Gewalt gegen die Polizei."

Bei den Krawallen in Stuttgart waren Hunderte durch die Innenstadt gezogen, Geschäfte wurden geplündert. 19 Polizisten wurden verletzt. 

25 Personen anschließend festgenommen - darunter Asylbewerber und junge Männer mit Migrationshintergrund (TAG24 berichtete).

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa

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