Uniklinik Freiburg ruft zu Plasmaspenden ehemaliger Infizierter für Corona-Kranke auf

Freiburg - Die Uniklinik Freiburg hat für die bessere Behandlung von Coronavirus-Patienten zu Plasmaspenden aufgerufen. 

Das Plasma von ehemals Infizierten könnte akut Erkrankte therapieren. (Symbolbild)
Das Plasma von ehemals Infizierten könnte akut Erkrankte therapieren. (Symbolbild)  © Thomas Frey/dpa

Der Aufruf gelte Menschen, die nachweislich mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert waren und wieder gesund sind, teilte die Klinik am Montag mit. Das Plasma von ehemals Infizierten könne helfen, akut Erkrankte zu therapieren. 

Plasma ist der flüssige Anteil des Bluts. Nach einer Infektion mit dem Coronavirus enthalte das Plasma Antikörper gegen das neuartige Virus. Diese Antikörper könnten mit dem Plasma weitergegeben werden. Es helfe dann dem Abwehrsystem des Kranken, das Virus zu bekämpfen.

Für die Spende gebe es zwei Voraussetzungen: Die Erkrankung müsse seit mindestens vier Wochen ausgeheilt sein und es müsse nachgewiesen werden, dass eine Infektion mit Sars-CoV-2 vorlag. 

Das gespendete Plasma werde dann schwerkranken Patienten direkt ins Blut gegeben, um das Immunsystem bei der Virusabwehr zu unterstützen. Ein Teil des Plasmas wird an Unternehmen weitergeleitet, die daraus ein Antikörper-Präparat für Covid-19-Erkrankte herstellen.

Freiburg ist nach eigenen Angaben die drittgrößte Uniklinik in Deutschland. Bereits vor zwei Wochen hatte das Plasmazentrum Heidelberg um entsprechende Spenden gebeten. Den Angaben zufolge war dieser Aufruf auf gute Resonanz gestoßen.

Titelfoto: Thomas Frey/dpa

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