Vor Ungarn-Spiel: Stuttgarts OB distanziert sich von Regenbogen-Aktion

Stuttgart - In der Debatte um die umstrittene und von der UEFA nicht genehmigte Regenbogen-Beleuchtung des Münchner Stadions geht die Stadt Stuttgart auf Distanz zur bayerischen Landeshauptstadt.

Stuttgarts OB Frank Nopper (60, CDU).
Stuttgarts OB Frank Nopper (60, CDU).  © Marijan Murat/dpa

"Die UEFA will mit der EM 'Brücken bilden, Ausrichter vereinen'", ließ der Stuttgart Oberbürgermeister Frank Nopper (60, CDU) am Mittwoch über den Kurznachrichtendienst Twitter verbreiten. "Es ist daher besser, die ungarische Nationalmannschaft nicht mit einer Regenbogen-Botschaft zu empfangen."

Die Stadt werde am Christopher-Street-Day im Juli eine solche Botschaft an die ungarische Regierung senden, kündigte ein Sprecher des Rathauses an.

Die Europäische Fußball-Union hatte am Dienstag einen Antrag des Münchner Oberbürgermeisters Dieter Reiter (63, SPD) abgelehnt.

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Er wollte das EM-Stadion in München beim Gruppenfinale der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Ungarn an diesem Mittwoch als Zeichen für Toleranz und Gleichstellung in Regenbogenfarben erstrahlen lassen.

Die Stadt Freiburg setzt anders als Stuttgart ein Zeichen: sie hisst nach eigenen Angaben am Mittwoch eine Regenbogenflagge am Rathaus.

Darum geht's bei der Flagge

Die Regenbogenfahne steht als Symbol für die Akzeptanz und Gleichberechtigung von Menschen, die sich nicht mit dem traditionellen Rollenbild von Mann und Frau oder anderen Normen rund um Geschlecht und Sexualität identifizieren.

Hintergrund der Debatte ist ein Gesetz, das die Informationsrechte von Jugendlichen in Hinblick auf Homosexualität und Transsexualität in Ungarn einschränkt und in der vergangenen Woche vom ungarischen Parlament gebilligt wurde.

Das Gesetz gilt als besonderes Anliegen von Ministerpräsident Orban.

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

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