Weltfahrradtag: Radler fordern mehr Platz fürs Rad in der Stadt

Stuttgart - Sie wollen mehr Platz und mehr Sicherheit: Bürger im Südwesten wollen am Donnerstag für bessere Bedingungen für Radfahrer in den Städten demonstrieren.

Demonstranten am Donnerstag in Bad Cannstatt.
Demonstranten am Donnerstag in Bad Cannstatt.  © Andreas Rosar/ Fotoagentur Stuttgart

Am Weltfahrradtag fordern sie mit verschiedenen Aktionen fahrradfreundlichere Städte. In der Landeshauptstadt etwa will die Initiative "Radentscheid Stuttgart" eine Brücke zur autofreien Zone machen.

"Wir wollen erlebbar machen, wie die Brücke für Radfahrende und Fußgänger besser genutzt werden könnte", sagte ein Sprecher. Blumentöpfe und Kreidemalereien sollen das Potenzial der Brücke jenseits des Autoverkehrs zeigen.

In Heidelberg wollen die Demonstranten einen provisorischen Radweg errichten, einen sogenannten Pop-up-Radweg.

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So wollen sie auf die Notwendigkeit einer Verkehrswende aufmerksam machen, wie die Initiative "Radentscheid Heidelberg" mitteilte.

Aufgerufen zu dem bundesweiten Aktionstag hatte das Bündnis "BundesRad" Der ADFC Baden-Württemberg unterstützt die verschiedenen Kundgebungen im Südwesten.

"Radfahren muss eine selbstverständliche Art der Mobilität werden", teilte Benedikt Glitz, Referent für Verkehr beim ADFC mit.

In Deutschland sind in mehr als 20 Städten Aktionen geplant. Auch in Esslingen, Freiburg, Mannheim, Karlsruhe, Pforzheim und Nürtingen wollen Radfahrer auf die Straßen gehen.

Update, 15.20 Uhr: Verkehrsminister wirbt fürs Radfahren

Verkehrsminister Winfried Hermann (68, Grüne).
Verkehrsminister Winfried Hermann (68, Grüne).  © Tom Weller/dpa

Am Weltfahrradtag haben Radfahrer auch im Südwesten mit verschiedenen Aktionen für bessere Bedingungen in den Städten demonstriert.

Auch Verkehrsminister Winfried Hermann (68, Grüne) warb noch einmal eindringlich für das Fahrrad.

Der Ausbau des Radverkehrs bilde einen Schwerpunkt im neuen Koalitionsvertrag, hatte er schon am Dienstag mit Blick auf den Weltfahrradtag betont.

Hermann will den Radverkehrsanteil im Land bis 2030 im Vergleich zu 2017 auf 20 Prozent verdoppeln.

Titelfoto: Andreas Rosar/ Fotoagentur Stuttgart

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