Ganz ohne App! Apple und Google warnen vor Corona-Begegnungen

Cupertino - Bislang musste man die Corona-Warn-App installieren, damit man auf seinem Handy eine Mitteilung erhält, falls man eine mögliche Begegnung mit einem Infizierten hatte. Doch mit einem neuen Update für Android und iOS ist das nicht mehr notwendig.

Zwei Personen mit Mundschutz gehen vor einem Apple-Laden in der Innenstadt von Madrid vorbei.
Zwei Personen mit Mundschutz gehen vor einem Apple-Laden in der Innenstadt von Madrid vorbei.  © Ricardo Rubio/Europa Press/dpa

Wie Google und Apple am Dienstag laut der deutschen Presseagentur mitteilten, wird die Corona-Warn-Funktion, die bislang nur aufgrund einer App den Usern zur Verfügung stand, künftig in das Betriebssystem beziehungsweise in die Version 13.7 des iOS-Systems der iPhones integriert werden.

Bereits seit Dienstag können Apple-Nutzer die Funktion ausprobieren. Wie die Webseite t-online berichtete, werden die Nutzer gefragt, ob sie diese verwenden möchten. Sollte man die Corona-Warn-App bereits installiert haben, wird diese auch unabhängig von dem Update weiterhin funktionieren. Google möchte die Funktion im Laufe des Monats ebenfalls für seine Anwender anbieten.

Doch wie genau funktioniert das? Wie bei der App tauschen die Smartphones, bei denen die Funktion aktiviert ist, den Bluetooth-Schlüssel untereinander aus. Sollte man sich länger als 15 Minuten in der Nähe einer infizierten Person aufgehalten haben, erhält man eine Warnung auf seinem Telefon.

Allerdings können die Behörden die Dauer, ab wann man eine Warnung erhält sowie die notwendige Entfernung zu einer infizierten Person anpassen. 

Besonders wichtig ist dabei, dass die User im Falle eines positiven Corona-Tests in der App ihr Testergebnis eintragen. Die integrierte Funktion hat dabei einen bedeutenden Vorteil. Die User sind nicht mehr darauf angewiesen, bei Reisen die jeweilige App des Landes herunterzuladen zu müssen. Diese benötigt man nur, um sein Corona-Ergebnis einzutragen.

Auch der Datenschutz soll gewährleistet sein. Zwar sind die Quellcodes von Android und Google nicht wie bei der App öffentlich einsehbar, doch beide Unternehmen versprechen, dass der Abgleich der Bluetooth-Schlüssel nur auf den Smartphones erfolgt.

Titelfoto: Ricardo Rubio/Europa Press/dpa

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