Neues iPhone, neuer Lautsprecher: Apple stellt Smartphones (endlich!) offiziell vor

Cupertino (USA) - Apple macht sein iPhone fit für den 5G-Datenfunk. Unter perfekten Bedingungen seien damit bei Tests mit dem neuen iPhone 12 Download-Geschwindigkeiten von bis zu 3,5 Gigabit pro Sekunde erzielt worden, teilte der Konzern am Dienstag mit.

Das neue iPhone 12 wurde am heutigen Dienstag offiziell vorgestellt.
Das neue iPhone 12 wurde am heutigen Dienstag offiziell vorgestellt.  © PR/Apple

Das Apple-Telefon kommt auch mit einem veränderten Design daher - es ist wieder etwas kantiger, wie zuletzt die iPhone-5-Modellreihe.

Dank einer Nanotechnologie soll das Display-Glas des iPhone 12 deutlich widerstandsfähiger sein als bisher, versprach Apple. So sei viermal wahrscheinlicher, dass das neue Glas Stürze unbeschadet überstehe. 

Ein neues Objektiv-System soll die Qualität von Fotos bei schlechten Lichtbedingungen verbessern - darüber hinaus werden die Bilder wie inzwischen üblich durch Software aufgebessert.

Das iPhone ist das mit Abstand wichtigste Apple-Produkt. Zugleich steht Apple nicht in der vordersten Reihe der 5G-Unterstützer. 

Apple spät dran mit 5G-Technologie

Tim Cook, Chef (CEO) von Apple, vor einem 5G-Schriftzug.
Tim Cook, Chef (CEO) von Apple, vor einem 5G-Schriftzug.  © dpa/Apple/-

Wettbewerber wie Samsung, Huawei, Motorola und OnePlus hatten teilweise vor mehr als einem Jahr erste 5G-Smartphones auf den Markt gebracht. 

In der Telekommunikations-Branche gibt es aber die Hoffnung, dass der Einbau von 5G-Modems in die iPhone-Modellpalette einen Schub für die breitere Nutzung der Technologie durch Verbraucher geben könnte.

Die neue Generation der Apple-Telefone war wegen der Corona-Krise nicht wie sonst üblich im September präsentiert worden. Im Frühjahr, als eigentlich eine enge Abstimmung mit den Zulieferbetrieben in China notwendig war, konnten die Apple-Ingenieure nicht nach China fliegen. 

Außerdem waren die Produktionsstätten von Foxconn und anderen Apple-Partnern wochenlang gesperrt.

Das kosten die neuen iPhone-12-Versionen

Viele Farben stehen beim neuen iPhone 12 zur Auswahl.
Viele Farben stehen beim neuen iPhone 12 zur Auswahl.  © dpa/Apple/-

Die Pro-iPhones bekamen - wie zuvor schon das iPad Pro - einen Laserradar, der unter anderem für sogenannte erweiterte Realität (Augmented Reality) nützlich sein kann. Dabei werden auf dem Bildschirm digitale Inhalte mit der realen Umgebung vermischt. 

Das iPhone 12 Pro gibt es wie bisher in zwei Größen - die Bildschirme sind aber nun noch etwas erweitert worden. Von 5,8 auf 6,1 Zoll beim kleineren Modell und von 6,5 auf 6,7 Zoll beim Pro Max. 

Den Startpreis beließ Apple bei 1120 Euro beziehungsweise 1217,50 Euro für die größere Version.

In der Standard-Version gibt es neben dem iPhone 12 mit einem 6,1-Zoll-Display für gut 876 Euro nun auch ein Mini-Modell mit einem 5,4 Zoll großen Bildschirm für rund 780 Euro. 

Neue Smart-Speaker werden günstiger

Der HomePod Mini wird nun kugelförmig.
Der HomePod Mini wird nun kugelförmig.  © PR/Apple

Apple will mit einem deutlich günstigeren Modell mehr Marktanteil im Geschäft mit vernetzten Lautsprechern gegen Rivalen wie Google und Amazon erobern. 

Der HomePod Mini soll in Deutschland 96,50 Euro kosten, wie der iPhone-Konzern am Dienstag ankündigte. Damit geht Apple auf das Preisniveau von Konkurrenzmodellen runter - während der erste HomePod mit rund 300 Euro bis zuletzt viel teurer war. 

Apple setzt dabei neben seiner Sprachassistentin Siri auch auf die Einbindung anderer Funktionen wie die Möglichkeit, sich zwischen verschiedenen Räumen zu unterhalten. 

Der HomePod Mini ist rund wie eine kleine Kugel - es ist die Form, auf die jüngst auch Amazon bei seinen erfolgreichen Echo-Lautsprechern mit der Sprachassistentin Alexa wechselte.

Titelfoto: Montage: PR/Apple (2)

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