Preis-Irrsinn immer schlimmer: Apple erntet Spott für absurd teures Poliertuch

Cupertino - Man hat 25 Euro zur Verfügung: Einmal den Putzschrank von oben bis unten mit neuen, guten Putzmitteln ausstatten und noch Geld übrig haben oder doch ein einziges Poliertuch von Apple kaufen? Der neuste Preis-Wahnsinn des Technologieunternehmens sorgt für Augenreiben.

Dieses Tuch kann man für 25 Euro erwerben.
Dieses Tuch kann man für 25 Euro erwerben.  © Apple

Obwohl - eigentlich müssten Apple-Anhänger längst an die astronomischen Preise gewöhnt sein. Aber 25 Euro für ein kleines Poliertuch? Das sollte selbst den größten Fan zum Nachdenken bringen.

Im Rahmen der Vorstellung der neuen AirPods und des neuen MacBook Pros - die Preise für das kleinste Modell starten übrigens bei 2.249 Euro - wurde im Internet das neue Putz-Zubehör zum eigentlichen Star.

Das Poliertuch aus "weichem, abriebfreien Material" soll schonend jedes Apple Display reinigen können. Dass es dafür bereits unzählige günstigere Varianten gibt, hat den Spezialisten der Produktentwicklung wohl niemand gesagt.

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Wahrscheinlicher ist wohl, dass Apple ganz genau weiß, wie absurd die Preisforderung ist. Doch das Unternehmen weiß eben auch, dass es sich auf seine kaufwütigen Kunden verlassen kann. Und so wird ein Putztuch zum Luxus-Objekt.

Neben dem Preis ist allerdings auch die Versandzeit kurios: So soll das Tuch, wenn man es am heutigen 20. Oktober bestellt, erst Mitte Dezember bei einem ankommen.

Bis dahin hat man seine Utensilien wahrscheinlich auf anderem Wege gereinigt.

Im Internet wird über den Preis geschmunzelt

Susmita Dutta stellte während der Apple Keynote die dritte Generation der AirPods vor.
Susmita Dutta stellte während der Apple Keynote die dritte Generation der AirPods vor.  © dpa/Apple Inc.

Auf Social-Media schienen die meisten Menschen wenig überrascht von dem teuren Putztuch. Hohn und Spott gab es trotzdem in Massen.

"Ich möchte daran erinnern, dass [Apple] einen Bildschirmständer für 1000 Euro und einen Rollensatz für 850 Euro verkauft", schrieb ein Twitter-User an all diejenigen gerichtet, die sich über den Preis des Tüchleins wunderten.

Ein anderer beschwerte sich: "25 Euro ... für 'nen Lappen. Ich biete demnächst übrigens Apple-Klopapier an. 50 Cent pro Blatt...", schrieb er ironisch. "Wetten, der Scheiß verkauft sich wie blöd?", orakelte ein weiterer User.

Klar ist: solange die überteuerten Produkte weiter so fleißig gekauft werden, wird Apple garantiert nicht auf die Idee kommen, die Preise zu senken.

Titelfoto: Apple

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