Zu schnell für Apple: Dieser skurrile Fehler macht iPhones kaputt

Cupertino/USA - Motorradfahrer sollten aufpassen: Die nächste Spritztour zerstört vielleicht Eure iPhone-Kamera. Das gab das US-amerikanische Unternehmen in einem Supportdokument selbst bekannt.

Blöd gelaufen: Der Weltkonzern gestand in einem Statement Probleme mit dem Kamerasystem. Motorradfahrer dürften verärgert sein.
Blöd gelaufen: Der Weltkonzern gestand in einem Statement Probleme mit dem Kamerasystem. Motorradfahrer dürften verärgert sein.  © Mark Schiefelbein/AP/dpa

Apple-Benutzer wissen schon seit Jahren, dass ihr kleiner Wunder-Computer zwar ein wahres Multitalent im Gebrauch ist, jedoch in Sachen Robustheit einiges zu wünschen übrig lässt.

Das empfindliche Mobiltelefon nicht fallen zu lassen ist dabei noch relativ selbsterklärend, doch offenbar kann schon das schnelle Fahren auf einem motorisierten Zweirad schlimme Folgen haben.

So gab der Technologie-Gigant in einem Dokument jetzt eigens bekannt und warnt Kunden davor, die Smartphones auf den Lenkern von Motorrädern zu montieren, da dies zu langfristigen Schäden an der Kamera führen könnte.

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Die Firma mit Hauptsitz im kalifornischen Cupertino erklärte, dass die starke Vibration beim Fahren die optische Bildstabilisierung (OIS) des Geräts beeinträchtigt.

Diese gleicht Handbewegungen während des Fotografierens aus. Auch der Autofokus ist betroffen. Beide Systeme (OIS und Closed-Loop-Autofokus) messen Vibrationseffekte und werden von der rasenden Maschine auf zwei Rädern überfordert.

Apple empfiehlt deshalb vibrationsdämpfende Halterungen zu verwenden, um das Risiko zu reduzieren.

Mehrere Modelle sind betroffen, ein Schaden wird teuer

Kein sicherer Platz für das beliebte Apple-Produkt: Die Montage des iPhones auf dem Motorradlenker kann kostspielig werden. (Symbolbild)
Kein sicherer Platz für das beliebte Apple-Produkt: Die Montage des iPhones auf dem Motorradlenker kann kostspielig werden. (Symbolbild)  © Lukas Gojda - Czech Republic

Zahlreiche Handys des Herstellers haben die genannten Systeme verbaut und sind deshalb gefährdet.

Das iPhone 6 Plus, das iPhone 6s Plus, das iPhone 7, sowie das iPhone XS und das iPhone SE der zweiten Generation werden explizit genannt.

Falls ein derartiger Schaden eintritt, wird es teuer. Höchstwahrscheinlich muss dann nämlich das gesamte Kameramodul ausgetauscht werden.

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Es ist davon auszugehen, dass Apple aufgrund von Nutzerberichten schon länger von dem Problem weiß. Warum die Nachricht erst jetzt der breiten Masse zur Verfügung gestellt wird, ist unklar.

Ebenso ungewiss bleibt, wie entgegenkommend der Softwareentwickler bei entstandenen Schäden ist. Der von CEO Tim Cook (60) geleitete Milliarden-Konzern macht keine Angaben darüber, wer die Kosten für kaputte Geräte übernehmen soll.

Titelfoto: Montage: Mark Schiefelbein/AP/dpa, Wanggang/SIPA Asia via ZUMA Wire/dpa

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