Datum falsch gelesen: Führerschein bleibt länger weg!

Krems (Österreich) - In Niederösterreich hat sich ein Autofahrer folgenschwer verlesen.

Der Führerschein ist weg - länger als dem Fahrer lieb sein dürfte. (Symbolbild)
Der Führerschein ist weg - länger als dem Fahrer lieb sein dürfte. (Symbolbild)  © dpa/Marius Becker

Ein Mann war Anfang des Jahres offenbar alkoholisiert mit dem Auto unterwegs, weshalb ihm der Führerschein abgenommen wurde. 

In einem Schreiben wurde dem Berufs-Autofahrer mitgeteilt, dass der Führerschein bis zum 17. März eingezogen bleibt und er sich ihn danach abholen dürfe, berichtete das Bezirksblatt.

So machte sich der Unbekannte an diesem Tag auf den Weg zur Bezirkshauptmannschaft (Bezirksverwaltungsbehörde), um seinen Schein wieder in Empfang zu nehmen.

Doch wegen verkürzter Öffnungszeiten während der Corona-Pandemie war die Zugfahrt nach Krems für den Mann vergebliche Mühe. Die Behörde war geschlossen und erst ab dem nächsten Tag wieder erreichbar.

So fuhr er wieder zurück nach Hause und anschließend mit seinem Auto zu den Eltern. Seiner Auffassung nach war er im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis.

Es kam, wie es kommen musste: Sofort geriet der Mann, der lieber anonym bleiben will, in eine Verkehrskontrolle der Polizei.

Führerschein galt erst ab nachfolgendem Tag

Der Mann muss nun länger mit den Zügen der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) fahren. (Symbolbild)
Der Mann muss nun länger mit den Zügen der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) fahren. (Symbolbild)  © dpa/Bodo Marks

Den Beamten auf Streife erklärte der Mann: "Ich habe den Führerschein nur nicht bekommen, weil die Behörde geschlossen war." Er war der festen Überzeugung, belegen zu können, das er fahren durfte und zeigte die Amtspost, die ihm erlaubte, den Führerschein abzuholen.

Als die Beamten den Sachverhalt überprüften, stellten sie ebenso fest, dass die Verwaltungsbehörde an dem Tag geschlossen war. Doch in dem Schreiben stand wörtlich "Führerscheinentzug bis einschließlich 17. März". Der Unbekannte hätte an diesem Tag seinen Führerschein also gar nicht ausgehändigt bekommen.

Nach der Kontrolle warnten ihn die Beamten schon einmal vor, dass er erneut Post von der Bezirkshauptmannschaft bekommen würde. Soweit war es zum Anfang dieser Woche.

Dem neuen Brief nach ist der Führerschein nun für drei Monate weg! Hinzu kommt eine erhebliche Verwaltungsstrafe, wie das Bezirksblatt berichtete. Und das nur, weil er die Amtssprache nicht korrekt deutete.

Titelfoto: dpa/Marius Becker

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