Gewaltige Neuerung: G-Klasse von Mercedes-Benz als elektrisches Concept-Car EQG

Stuttgart - Da hat Mercedes-Benz kurz vor Beginn der Internationale Automobil-Ausstellung 2021 (IAA) mal die volle Aufmerksamkeit auf die nächste Generation der G-Klasse gelenkt.

Der Concept EQG gibt eine Vorschau auf die elektrische Mercedes G-Klasse.
Der Concept EQG gibt eine Vorschau auf die elektrische Mercedes G-Klasse.  © Mercedes-Benz/pr

Am Sonntagabend präsentierte Daimler ein Concept-Car für den Kult-Geländewagen.

Unter dem Namen Concept EQG wird der Kasten auf der IAA Mobility in München debütieren.

Die eckige Kasten-Optik erinnert natürlich an den "G" von heute. Doch die Gelände-Ikone wird in Zukunft vollkommen elektrisch angetrieben werden.

Wirtschaftsausschuss diskutiert Landesförderung für Tesla-Fabrik in Gründheide
Tesla Wirtschaftsausschuss diskutiert Landesförderung für Tesla-Fabrik in Gründheide

Das kündigte Mercedes am Sonntagabend an: "Überall, wo es die Marktbedingungen zulassen, wird Mercedes-Benz bis zum Ende des Jahrzehnts bereit sein, vollelektrisch zu werden", so Markus Schäfer (56) aus der Chefetage von Daimler.

Ganz überraschend ist die Vorstellung des seriennahen Elektrik-EQG übrigens nicht.

Ex-Mercedes-Boss Dieter Zetsche (68) hatte bereits bei der Weltpremiere des aktuellsten G-Modells im Jahr 2018 angekündigt, in Zukunft auf Elektrik-Antriebe beim Geländewagen zu setzen.

Mit der Vorstellung des Concept-Car EQG bei der IAA 2021 wird der Konzern diese Ankündigung einlösen.

Markus Schäfer betonte wiederum, wie realistisch der Bau des jetzt vorgestellten Concept-Elektro-Autos ist: "Wir wollen unsere Kunden mit überzeugenden Produkten für einen Wechsel zur Elektromobilität begeistern. Eine Ikone wie die G-Klasse erfüllt diese Aufgabe perfekt."

Der Kühlergrill fällt weg, der Rest beim Concept EQG bleibt auf den Spuren der ikonischen G-Klasse.
Der Kühlergrill fällt weg, der Rest beim Concept EQG bleibt auf den Spuren der ikonischen G-Klasse.  © Mercedes-Benz/pr

Batterien legen den Schwerpunkt beim Concept EQG tiefer

Das Concept-Auto von hinten zeigt die Ecken und Kanten, die auch beim Elektro-G von Mercedes erhalten bleiben sollen.
Das Concept-Auto von hinten zeigt die Ecken und Kanten, die auch beim Elektro-G von Mercedes erhalten bleiben sollen.  © Mercedes-Benz/pr

Die Batterien werden den Schwerpunkt des Fahrzeugs tiefer legen, für echte Gelände-Fahrer ein klarer Vorteil. Zusätzlich greift das Drehmoment des E-Motors aus dem Stand mit voller Kraft.

Damit dürfte allen Gegnern der Elektro-Antriebe die Luft genommen sein. Der "G" wird elektrisch und er soll mindestens so geländefähig werden wie die über 400.000 gebauten G-Klassen vor ihm.

Dafür soll das Auto in der weiteren Entwicklung selbstverständlich auch härteste Teststrecke bewältigen.

Endlich da! So sehen iPhone 13 und Apple Watch 7 aus
Apple Endlich da! So sehen iPhone 13 und Apple Watch 7 aus

Beim Design bleiben die Kanten und Ecken erhalten, wie die Concept-Fotos zeigen. Einen weichgespülten, oder gar stromlinienförmigen "G" wird es nicht geben.

Statt eines Kühlergrills, der nicht mehr notwendig ist, wird es aber eine durchgehende tiefschwarze Kühlerverkleidung geben. Der Stern wird hierin beleuchtet eingebettet.

Genau diese Ecken und Kanten formen den Kult der Mercedes-Ikone, die 1979 erstmals übrigens in Österreich vom Band lief.

Das heute weltberühmte Auto wurde in den 1970ern zusammen mit dem damaligen österreichischen Konzern Steyr Daimler Puch entwickelt. Deshalb wurde der "G" in manchen Regionen der Welt bis zum Jahr 2000 auch als Puch mit eigenem Emblem verkauft.

Bei einem Vorgänger-Betrieb von Puch arbeitete übrigens ein gewisser Ferdinand Porsche als Konstrukteur (†1951), der später die Sportwagenmarke Porsche gründete.

Titelfoto: Mercedes-Benz/pr

Mehr zum Thema Auto: