"Hund hat das Pickerl gefressen": Die schlechtesten Ausreden von Maut-Sündern

München - Ab dem 15. Juni dürfen deutsche Autofahrer wieder ungehindert nach Österreich einreisen. Dabei sollte man allerdings nicht vergessen, sich eine gültige Vignette zu besorgen. Denn auch eine schlechte Ausrede schützt nicht vor den happigen Strafen, die Maut-Sündern drohen.

"Mein Hund hat das Pickerl gefressen" - zahlen müssen Mautsünder trotzdem. (Symbolbild)
"Mein Hund hat das Pickerl gefressen" - zahlen müssen Mautsünder trotzdem. (Symbolbild)  © obs/ADAC SE

Ausreden wie "mein Hund hat das Pickerl gefressen" oder die "Vignette ist in der Handtasche meiner Frau" werden nur wenig nützen. 

Wie der ADAC mitteilte, gingen den Beamten im Jahr 2019 sage und schreibe 220.325 Vignettensünder ins Netz - 36 Prozent davon, also rund 79.000, stammten aus Deutschland.

Wer ohne "Pickerl" erwischt wird, muss eine Ersatzmaut in Höhe von 120 Euro oder ein Bußgeld ab 300 Euro aufwärts bezahlen. 

Um dieser Strafe zu entgehen, versuchen sich manche Autofahrer herauszureden. Hier die Top-Ten-Ausreden, die garantiert nichts bringen:

  • Ich habe nichts von der Vignettenpflicht in Österreich gewusst
  • Ich habe nicht gewusst, wo man sich eine Vignette kaufen kann
  • Ich habe nicht gewusst, dass man bei einem Windschutzscheibenbruch eine Ersatzvignette erhält
  • Das Navi hat mich auf die Autobahn gelotst
  • Es ist umständlich, eine 10-Tages-Vignette von der Windschutzscheibe abzulösen
  • Ich muss schnell ins Krankenhaus
  • Ich habe keine Vertriebsstelle gefunden
  • Ich habe keine Vignette an der Vertriebsstelle erhalten
  • Ich habe die Vignettenpflicht-Schilder nicht gesehen
  • Das ist nicht mein Auto

Direkt von 0 auf Platz 12 des Rankings hat es übrigens eine Ausrede zur Digitalen Vignette geschafft: "Ich habe mich bei der Eingabe ja nur um eine Ziffer geirrt."

Preise für Vignetten in Österreich

Der Preis für die Pkw-Jahresvignette beträgt 91,10 Euro, für zwei Monate 27,40 Euro, und das 10-Tages-Pickerl kostet 9,40 Euro. 

Motorradfahrer müssen für die Jahresvignette 36,20 Euro, für die Zwei-Monats-Vignette 13,70 Euro und die Zehn-Tages-Vignette 5,40 Euro bezahlen. 

Wer häufiger nach Österreich reist, kauft in der Regel eine Jahresvignette. Diese lohnt sich für Vielfahrer erst ab August nicht mehr. Die Zeit von August bis Ende November können diese mit zwei Zwei-Monats-Vignetten überbrücken.

Bei der digitalen Vignette ist wichtig zu wissen, dass sie erst ab dem 18. Tag nach dem Online-Kauf gültig ist. Sie ist also nichts für Kurzentschlossene. Der Grund: Kunden haben in Europa bei jeder Online-Bestellung das Recht, innerhalb von zwei Wochen vom Kauf zurückzutreten. Dazu wird mit drei Tagen Postlaufzeit gerechnet. Daher ist die digitale Vignette erst ab dem achtzehnten Tag nach dem Kauf gültig.

Titelfoto: obs/ADAC SE

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