Lebensgefährlich! Kindersitz-Alternative mit schockierendem Testergebnis

München - Der ADAC ist beim Test des Kindersitz-Ersatzes "Smart Kid Belt" zu einem schockierenden Ergebnis gekommen!

Ein Crashtest-Dummy mit dem Smart Kid Belt.
Ein Crashtest-Dummy mit dem Smart Kid Belt.  © obs/ADAC/ADAC/Test und Technik

Bis zum 12. Lebensjahr oder bis zu einer Körpergröße von 1,50 Metern müssen Kinder in Deutschland speziell gegen Unfälle gesichert werden. 

Die meisten nutzen dafür Kindersitze. Doch es gibt auch eine kostengünstige zugelassene Alternative: das Gurtsystem "Smart Kid Belt". Rund 35 Euro kostet das System.

Der Hersteller verspricht, dass es Kinder genauso gut schützt wie Erwachsene. Mittels eines Zusatzgurtes wird die Gurthöhe an die Größe des Kindes angepasst.

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Der ADAC hat zusammen mit Stiftung Warentest dem Hersteller-Versprechen auf den Zahn gefühlt und den "Smart Kid Belt" einem Crashtest unterzogen - mit schockierendem Ergebnis!

Der Beckengurt schneidet laut ADAC beim Test tief in den Bauch des Dummys ein. Lebensgefährlich! Das kann nämlich schwerste innere Verletzungen verursachen.

"Zudem gelingt es der Konstruktion nicht, den oberen Fahrzeuggurt vom sensiblen Nacken des Kindes fernzuhalten. Auch hier drohen Verletzungen. Keinerlei Schutz bietet das System darüber hinaus bei einem Seitenaufprall", so der Auto-Club.

ADAC und Stiftung Warentest raten von Kindersitz-Alternative ab

ADAC und Stiftung Warentest raten dringend davon ab, das Produkt zu verwenden, und empfehlen, einen Kindersitz mit guten Crashtest-Ergebnissen zu kaufen.

Der Test des ADAC umfasste zwei Crashversuche in Anlehnung an den Standard-Frontal-Crash von Euro NCAP mit einer Geschwindigkeit von 64 km/h. Dabei wurde der 1,15 m große Dummy einmal nur mit dem Fahrzeuggurt gesichert (in Europa unzulässig, da er bei einem Crash Verletzungen nicht zuverlässig verhindern kann) und einmal mit dem Zusatzgurt "Smart Kid Belt".

Titelfoto: obs/ADAC/ADAC/Test und Technik

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