Neuer Opel-Chef Hochgeschurtz versichert: "Wir behalten alle Werke"

Rüsselsheim/Eisenach/Kaiserslautern - Der neue Opel-Chef Uwe Hochgeschurtz (58) hat den Erhalt der Standorte des Autobauers in Deutschland zugesichert.

Uwe Hochgeschurtz präsentiert im vergangenen September den neuen Opel Astra Hybrid im Opelwerk Rüsselsheim.
Uwe Hochgeschurtz präsentiert im vergangenen September den neuen Opel Astra Hybrid im Opelwerk Rüsselsheim.  © dpa/Andreas Arnold

"Wir behalten alle Werke. Rüsselsheim, Eisenach und Kaiserslautern sind und bleiben unsere Fabriken in Deutschland", sagte Hochgeschurtz der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Allerdings müsse man sich die Wettbewerbsfähigkeit immer wieder neu erarbeiten.

Zuvor hatte es Spekulationen über weitere Einschnitte bei dem zum Stellantis-Konzern gehörenden Hersteller gegeben.

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Hochgeschurtz betonte: "Wir halten unsere Verträge ein." Ihm sei schleierhaft, wieso manche die Zukunftsfähigkeit von Opel infrage stellten. Der Autobauer mit seinen noch 15.000 Beschäftigten sei "so fit für die Zukunft wie nie zuvor in diesem Jahrtausend".

Der Manager machte zugleich klar, dass sich Opel weiter verändern müsse. Ein Elektroauto brauche in der Entwicklung und Herstellung weniger und andere Arbeit als ein Modell mit Verbrennungsmotor. "Wir werden weniger Jobs mit mechanischen Fähigkeiten benötigen, dafür mehr, die mit Chemie oder Software zu tun haben."

Sorgen bereitet derzeit das Werk in Eisenach. Dort steht die Produktion bis zum Jahresende wegen fehlender Chips still.

Zurzeit steht im Opelwerk Eisenach die Produktion still.
Zurzeit steht im Opelwerk Eisenach die Produktion still.  © dpa/dpa Zentralbild/Martin Schutt

Opelwerk Eisenach soll Anfang 2022 die Produktion wieder aufnehmen

Die Sorge, die Produktion werde womöglich nicht wieder angefahren, wies Hochgeschurtz zurück. "Unser Plan sieht unverändert vor, die Produktion Anfang nächsten Jahres wieder aufzunehmen, sofern es die Versorgungslage erlaubt", sagte er der "FAZ".

Opel ist die einzige deutsche Marke im Autokonzern Stellantis, der zu Jahresbeginn aus der Peugeot-Mutter PSA und Fiat-Chrysler entstanden war.

Seit der Übernahme im August 2017 durch PSA wurden tausende Arbeitsplätze abgebaut, wobei betriebsbedingte Kündigungen noch bis Sommer 2025 ausgeschlossen sind.

Titelfoto: Bild-Montage: dpa/Andreas Arnold

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