Opel präsentiert neuen Astra als Hoffnungsträger für Stammwerk Rüsselsheim

Rüsselsheim - Der Autobauer Opel hat sein neues Kompaktmodell Astra als Hoffnungsträger im Stammwerk Rüsselsheim präsentiert.

Uwe Hochgeschurtz, Opelchef in Deutschland, stellte am Mittwoch den neuen Opel Astra in Rüsselsheim vor.
Uwe Hochgeschurtz, Opelchef in Deutschland, stellte am Mittwoch den neuen Opel Astra in Rüsselsheim vor.  © dpa/Andreas Arnold

Unter der Regie des Stellantis-Konzerns wird das Modell erstmals mit einem Hybrid-Antrieb aus Verbrenner- und Elektromotor angeboten.

Eine voll elektrische Version soll ab 2023 als "Astra-e" folgen, kündigte der neue Opel-Chef Uwe Hochgeschurtz am Mittwoch in Rüsselsheim an.

An der Astra-Präsentation nahm auch der Liverpooler Fußballtrainer und Markenbotschafter Jürgen Klopp teil.

Von der sechsten Generation des Kadett-Nachfolgers sind seit 1991 unter den Marken Opel und Vauxhall bislang rund 15 Millionen Exemplare verkauft worden.

Er bleibt auch in Zeiten des SUV-Booms eines der wichtigsten Autos für die einzige deutsche Marke in dem multinationalen Stellantis-Konzern und wird derzeit ausschließlich in Rüsselsheim montiert.

Stellantis ist aus der Fusion von Fiat-Chrysler und der Peugeot-Mutter PSA entstanden.

Für den Opel Astra wird die Produktion in Rüsselsheim um 300 Mitarbeiter gestärkt

Insgesamt sind im Opel-Stammwerk in Rüsselsheim noch rund 10.000 Menschen beschäftigt.
Insgesamt sind im Opel-Stammwerk in Rüsselsheim noch rund 10.000 Menschen beschäftigt.  © dpa/Andreas Arnold

Für den ab Oktober bestellbaren Astra wird die Produktion im stark geschrumpften Stammwerk Rüsselsheim zum Jahresende um 300 auf 2400 Mitarbeiter gestärkt. Sie montieren auf einer Linie neben dem Astra und dem Opel Insignia auch ein Modell der Schwestermarke DS.

Ab Jahresende ist wieder ein Zweischichtbetrieb geplant, sagte Werksleiter Michael Lewald. Wegen der schwachen Nachfrage hatte es in den vergangenen Jahren immer wieder Kurzarbeit an dem Traditions-Standort bei Frankfurt gegeben. Insgesamt sind dort noch rund 10.000 Menschen bei Opel beschäftigt.

Seit der Übernahme im August 2017 hatte der heutige Stellantis-Chef Carlos Tavares bei Opel einen harten Sanierungskurs durchgesetzt. Neue Modelle entstanden seitdem aus Kostengründen ausschließlich auf Plattformen des neuen Mutterkonzerns.

Der Astra ist daher in vielen Teilen baugleich mit Modellen der Konzernmarken Peugeot und DS. Stellantis will ab 2024 vier neue Plattformen für die gesamte Konzernpalette anbieten.

In Rüsselsheim wurden nach der Übernahme Teile der Entwicklung ebenso verkauft wie das Testcenter und weitere Immobilien. Nach einer Einigung mit der IG Metall wurden tausende Arbeitsplätze gestrichen und die Menschen mit Abfindungen oder Vorruhestandsgeld nach Hause geschickt.

Titelfoto: dpa/Andreas Arnold

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