Paketbote stellt Auto mit laufendem Motor auf Radstreifen, Polizist reagiert blitzschnell

Köln - Die Paketboten in Deutschland müssen momentan extrem hart ackern, doch falsch parken dürfen sie deshalb nicht. In Köln hat ein Polizist einen falsch parkendes Auto deshalb kurzerhand selbst umgeparkt - und den Schlüssel mitgenommen.

Diesem Paketboten in Köln wurde das Auto kurzerhand von der Polizei umgeparkt. Die Polizisten steckten die Schlüssel ein.
Diesem Paketboten in Köln wurde das Auto kurzerhand von der Polizei umgeparkt. Die Polizisten steckten die Schlüssel ein.  © Polizei Köln

Wie die Kölner Polizei berichtete, hatten Beamte den Mercedes Vito auf einem Fahrrad-Schutzstreifen an der Kreuzung Luxemburger Straße/Universitätsstraße im Kölner Süden entdeckt.

Während der Motor lief und der Schlüssel steckte, fehlte vom Paketboten jede Spur.

Die Beamten griffen nach eigenen Angaben schnell durch. Ein Polizist sprang in das Auto, setzte sich hinter das Lenkrad und parkte den Mercedes einfach in die nächstgelegene freie Parklücke.

Dann stellte er den Motor ab, verschloss das Auto und nahm den Schlüssel mit.

Den Schlüssel hinterlegte er in der Polizeiwache Sülz. Dorthin musste der Paketbote für sein Vergehen zu Fuß laufen. Er zahlte laut Polizei verärgert das Verwarngeld und erhielt im Anschluss seinen Schlüssel zurück.

Bei den verstärkten Kontrollen am Montag erhielten nach Polizeiangaben auch 90 Fahrradfahrer ein Verwarngeld.

Paketbote rastete aus, weil Ordnungsamt ihn ertappte

Ein anderer Paketbote war am Dienstag am Kölner Neumarkt als Falschparker aufgefallen. Der Mann parkte dreist und verboten mitten auf einem roten Radweg, der mit durchgezogenen Linien von der Autospur getrennt ist.

Eine Mitarbeiterin des Kölner Ordnungsamtes kam selbst als Radfahrerin vorbei und ertappte den Autofahrer. Nach einer Ermahnung rastete der Mann aus und beschimpfte die Frau sogar.

Erst nach etlichen klaren Appellen parkte der Mann seinen weißen Mercedes um. Vorher mussten etliche Radfahrer vom Radweg auf die zweispurige Straße ausweichen und so in den fließenden Autoverkehr einscheren. Der Paketbote hatte so eine Gefahrenstelle geschaffen. Durch das Parken auf der Straße hätte diese Situation vermieden werden können.

Ein anderer Paketbote, der offensichtlich auch im Stress Pakete auslieferte, parkte hingegen vorbildlich wenige Meter hinter dem Rüpel auf der Fahrbahn und zeigte, wie man korrekt seinen Job machen kann.

Titelfoto: Polizei Köln

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