Porsche steht neuer Ärger wegen Abgas-Manipulationen ins Haus

New York/Stuttgart - Der deutsche Sportwagenbauer Porsche und sein Mutterkonzern Volkswagen sind erneut wegen angeblicher Abgas-Manipulationen ins Visier von US-Klägern geraten.

Porsche steht neuer Ärger wegen angeblicher Abgas-Manipulationen ins Haus.
Porsche steht neuer Ärger wegen angeblicher Abgas-Manipulationen ins Haus.  © Christoph Schmidt/dpa

In den vergangenen Wochen starteten unter anderen die Anwaltsfirmen Hagens Berman und Lieff Cabraser neue Verfahren gegen den Konzern. Beide Kanzleien sind auf Sammelklagen spezialisiert und waren bereits treibende Kräfte beim milliardenschweren "Dieselgate"-Vergleich.

Die neuen Klagen, über die am Donnerstag zunächst der Spiegel berichtete, stützen sich maßgeblich auf Informationen aus Medienberichten des Nachrichtenmagazins und des Business Insider.

Demnach sollen interne Porsche-Ermittlungen einen Verdacht erhärtet haben, dass bei Abgaswerten von Benzinern getrickst worden sei. Anfang Oktober bestätigte die Staatsanwaltschaft Stuttgart, Ermittlungen im Zusammenhang damit aufgenommen zu haben.

Porsche erklärte auf Nachfrage, die Behörden selbst über die Themen informiert zu haben und weiter mit ihnen zu kooperieren. Es gehe um Sachverhalte, die mehrere Jahre in der Vergangenheit lägen und nach derzeitigem Kenntnisstand nicht die aktuelle Fahrzeugproduktion beträfen. 

Zu den einzelnen Klagen in den USA könne man sich aufgrund des laufenden Verfahrens nicht weiter äußern, hieß es in der Stellungnahme weiter.

Laut den Klagen von Hagens Berman und Lieff Cabraser sind in den USA gut 100.000 Porsche der Modelle Panamera und 9/11 von den möglichen Manipulationen betroffen, die zwischen 2007 und 2017 stattgefunden haben sollen. Die Erfolgsaussichten der Klagen sind im aktuellen Stadium schwer einzuschätzen - in den USA fackeln Anwaltskanzleien nicht lange mit Sammelklagen gegen Unternehmen, häufig versanden diese jedoch auch im Rechtssystem.

Im Januar sollen in San Francisco die ersten Gerichtsanhörungen zu den Fällen stattfinden.

Titelfoto: Christoph Schmidt/dpa

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