Studie: So viel teurer machen E-Autos die Stromrechnung

München - Elektroautos sorgen seit einigen Jahren für etliche Diskussionen. Was jedoch völlig außer Frage steht: Elektroauto-Besitzer verbrauchen deutlich mehr Strom. Wie viel, wurde nun untersucht.

Mit Strom zu tanken spart jährlich spürbar mehr Geld ein, als weiterhin auf Benziner zu setzen. (Symbolbild)
Mit Strom zu tanken spart jährlich spürbar mehr Geld ein, als weiterhin auf Benziner zu setzen. (Symbolbild)  © Christoph Soeder/dpa

Wie das Forschungsinstitut IPRI im Auftrag von Check24 in einer Studie ermittelt hat, steigen die Kosten - rein rechnerisch - um 56 Prozent.

Als Basis wurde eine vierköpfige Beispielfamilie genommen, die das Fahrzeug regelmäßig auflädt. Man ging von einer durchschnittlichen jährlichen Fahrleistung und einem durchschnittlichen Stromverbrauch aus.

In dem Rechenbeispiel steigen die Stromkosten jährlich von 1315 Euro auf 2045 Euro. Ein Plus von 730 Euro.

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"Klingt viel, relativiert sich aber beim Vergleich mit herkömmlichen Benzinern", heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung.

Auch hier nimmt man zur Berechnung einen Schnitt von 7,8 Liter Benzin auf 100 Kilometer. Gemessen an den aktuellen Benzinpreisen ergibt sich hier ein Kostenfaktor von 1.385 Euro.

"Das sind rund 90 Prozent mehr fürs Tanken eines Benziners als fürs Tanken des Stromers", teilt Check24 mit.

Der finanzielle Vorteil könnte durch Anbieterwechsel steigen

Deren Geschäftsführer im Bereich Energie, Steffen Suttner, unterstreicht jedoch, dass es sich hierbei um Durchschnittswerte handelt. Denn der Strommarkt ist hart umkämpft.

Ein Anbieterwechsel könnte das Plus im Geldbeutel entsprechend noch weiter vergrößern.

Etwa zehn Prozent der in der Studie befragten Personen hatten sich in den letzten zwölf Monaten entweder ein E-Auto zugelegt oder haben es vor.

Titelfoto: Christoph Soeder/dpa

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