Tesla darf Fabrik weiterbauen: 17. vorzeitige Zulassung erteilt

Potsdam - Der Elektroautokonzern Tesla hat für den Bau seiner Fabrik in Grünheide bei Berlin vom Landesamt für Umwelt (LfU) eine weitere vorläufige Zulassung erhalten.

Auf dem Gelände der Tesla-Gigafactory in Grünheide bei Berlin wird der Rohbau für die künftige Batteriefabrik hochgezogen, die den Start der Autoproduktion nach hinten verschoben hat.
Auf dem Gelände der Tesla-Gigafactory in Grünheide bei Berlin wird der Rohbau für die künftige Batteriefabrik hochgezogen, die den Start der Autoproduktion nach hinten verschoben hat.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Sie umfasst den Einbau eines Teils der Anlagentechnik, die das Unternehmen beantragt hatte. Es handelt sich um die Errichtung von Tanks unter anderem für Frostschutzmittel und Scheibenwaschflüssigkeit.

Die Inbetriebnahme – also das Befüllen der Tanks - sei noch nicht zulässig, wie das Brandenburger Umweltministerium am Mittwoch weiter mitteilte.

Außerdem werden Gastanks für die spätere Lagerung von Stickstoff und Kohlendioxid sowie die vorzeitige Errichtung von Anlagetechnik und Behältern für die Sprinkleranlage vorzeitig zugelassen.

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Noch in der Prüfung seien Anträge von Tesla zum Einbau weiterer Teile der technischen Gebäudeausrüstung sowie die Erprobung der Betriebstüchtigkeit weiterer Anlagenteile.

Es ist die 17. vorzeitige Zulassung für den Bau der Autofabrik. Die abschließende umweltrechtliche Genehmigung durch das Land Brandenburg steht noch aus. Tesla baut deshalb mit vorzeitigen Zulassungen.

Dietmar Woidke hält Entscheidung über abschließende Genehmigung bis Jahresende für denkbar

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (59, SPD) hält die Entscheidung über die abschließende Genehmigung der Tesla-Fabrik noch in diesem Jahr für denkbar.
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (59, SPD) hält die Entscheidung über die abschließende Genehmigung der Tesla-Fabrik noch in diesem Jahr für denkbar.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Ursprünglich sollte bereits Anfang Juli die Herstellung von Elektroautos beginnen, inzwischen peilt Tesla aber das Jahresende an. Der Start hatte sich verschoben, weil das Unternehmen seinen Antrag zur Genehmigung um eine Batteriefabrik ergänzte.

Nach Ansicht von Ministerpräsident Dietmar Woidke (59, SPD) ist die Entscheidung über die abschließende Genehmigung der Tesla-Fabrik noch in diesem Jahr denkbar. Geplant sind in einer ersten Phase bis zu 500.000 Autos pro Jahr.

Derzeit läuft eine dreiwöchige Erörterung der Einwände von Kritikern im Internet, die das Landesumweltamt anschließend auswertet. Naturschützer und Anwohner befürchten negative Konsequenzen für die Umwelt.

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In der Online-Erörterung von mehr als 800 Einwänden werden beispielsweise Bedenken wegen des geplanten Wasserverbrauchs, wegen der Gefahr eines Störfalls und wegen des Bauens ohne abschließende Genehmigung diskutiert.

Titelfoto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

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