Tesla mit Mega-Rückruf? Sicherheitsfehler beim E-Auto-Konzern sorgt für mächtig Wirbel

San Carlos - Müssen 158.000 Autos zurück? Übereinstimmenden Medienberichten zufolge muss der E-Auto-Konzern Tesla, ginge es nach einem Brief der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA, aufgrund von Fehlern in der Sicherheitstechnologie weit über 150.000 Wagen zurückrufen.

Ein Tesla Modell X. Wagen dieser Reihe sind von dem Sicherheitsrisiko betroffen.
Ein Tesla Modell X. Wagen dieser Reihe sind von dem Sicherheitsrisiko betroffen.  © David Zalubowski/AP/dpa

Die NHTSA hat bei insgesamt zwei Modellen des Elektroautobauers Alarm geschlagen.

Betroffen ist eine Technologie, welche insbesondere bei der Rückfahrkamera und auch beim Fahrassistent Autopilot zum Einsatz kommt.

So soll es laut der Verkehrssicherheitsbehörde
bei der Limousine Modell S (Baujahre 2012 bis 2018) sowie dem geländegängigen Modell X (Baujahr 2016 bis 2018) entsprechend Probleme im Bordcomputer geben.

Die NHTSA fordert in einem Brief nun die Rückholaktion von etwa 158.000 E-Autos.

Wirbel zur Unzeit? Tesla mit irrem Lauf auf dem Aktienmarkt

Elon Musk (49) mit seiner Freundin, der kanadischen Sängerin Grimes (32).
Elon Musk (49) mit seiner Freundin, der kanadischen Sängerin Grimes (32).  © Gene Blevins/ZUMA Wire/dpa

Gerade im Hinblick auf den Boom auf dem Aktienmarkt dürften diese Neuigkeiten eher kontraproduktiv sein.

Erst am Mittwoch wurde bekannt, dass das Unternehmen von Visionär Elon Musk (49) in Indien perspektivisch eine Niederlassung gründen will, um dort Elektroautos zu produzieren.

Allein im Jahr 2020 hat Tesla weltweit knapp eine halbe Million Autos ausgeliefert; im Vergleich zur Konkurrenz von beispielsweise Toyota oder General Motors jedoch nur ein Bruchteil.

Letztere haben im selben Jahr knapp das Fünffache an Autos verkauft, kann mit einem Börsenwert von 62 Milliarden US-Dollar allerdings nicht einmal im Ansatz mit Tesla mithalten (750 Milliarden Dollar).

E-Autobauer muss der Forderung nicht nachkommen, aber...

Ob Tesla der Aufforderung der Verkehrssicherheitsbehörde nachkommt, ist noch nicht klar. Verpflichtet sind sie dazu nicht.

Sollte es nicht dazu kommen sollen, müsste der Konzern dies allerdings bei der Stelle schriftlich begründen.

Vom Tesla-CEO Elon Musk oder dem Konzern selbst kam bislang noch keine öffentliche Reaktion auf die Forderung der NHTSA.

Titelfoto: David Zalubowski/AP/dpa , Gene Blevins/ZUMA Wire/dpa

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